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Serve Robotics senkt Prognose: Umsatz fÀllt von 26 auf 10 Millionen

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Serve Robotics startet Roboterlieferungen mit Grubhub in drei US-StÀdten, senkt aber wegen des Uber-Eats-Auslaufs die Jahresprognose deutlich.

Serve Robotics expandiert mit Grubhub und korrigiert Umsatzprognose
Ein autonomer Lieferroboter fĂ€hrt auf einem belebten Gehweg in einer amerikanischen Großstadt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der US-amerikanische Robotik-Spezialist Serve Robotics hat eine strategische Partnerschaft mit dem Lieferdienst Grubhub, einer Tochtergesellschaft von Wonder, angekĂŒndigt. Die Kooperation markiert den Start von autonomen Roboter-Lieferungen in den Metropolen Chicago, Los Angeles und Alexandria.

WĂ€hrend das Unternehmen damit seine MarktprĂ€senz deutlich ausweitet, fĂŒhren Anpassungen im BestandskundengeschĂ€ft zu einer Revision der finanziellen Erwartungen fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr.

Expansion im Liefersektor und neue Marktgebiete

Die Zusammenarbeit mit Grubhub lĂ€uft in Chicago bereits mit mehr als 100 beteiligten HĂ€ndlern an. In Los Angeles nehmen zum Start rund 200 HĂ€ndler an dem Programm fĂŒr die automatisierte Zustellung auf dem Gehweg teil.

Parallel dazu weitet Serve Robotics seine Kooperation mit DoorDash aus. Mit dem Markteintritt in Washington D.C. und San Jose bedient das Unternehmen nun insgesamt acht US-MĂ€rkte und erreicht damit nach eigenen Angaben ein Einzugsgebiet von etwa 8 Millionen Einwohnern.

Insgesamt betreibt Serve Robotics derzeit eine Flotte von ĂŒber 2.000 Robotern. Das Netzwerk umfasst mittlerweile 4.000 Restaurants. Zur UnterstĂŒtzung der logistischen AblĂ€ufe eröffnete der Anbieter zudem sein erstes Microdepot in Miami, um die Effizienz der autonomen Flotte in urbanen RĂ€umen zu steigern.

Umsatzprognose nach Trennung von Uber Eats korrigiert

Trotz der operativen Expansion sieht sich Serve Robotics mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. In einem aktuellen 8-K-Filing meldete das Unternehmen fĂŒr das zweite Quartal 2026 einen UmsatzrĂŒckgang, der primĂ€r auf geringere Volumina im GeschĂ€ft mit Uber Eats zurĂŒckzufĂŒhren sei.

Die bestehende Vereinbarung mit Uber soll im Jahr 2027 auslaufen. Vor diesem Hintergrund senkte die GeschĂ€ftsfĂŒhrung die Umsatzprognose fĂŒr das Gesamtjahr 2026 von ursprĂŒnglich 26 Millionen US-dollar auf nunmehr 9 Millionen bis 10 Millionen US-Dollar.

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FĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 rechnet das Unternehmen mit einer vorerst geringeren Nachfrage. Dennoch gab sich CEO Ali Kashani optimistisch. Er erklĂ€rte, dass der Wegfall der Volumina von Uber durch die neuen Partnerschaften und Expansionen ĂŒberkompensiert werde.

Auch Partner wie DoorDash zeigen sich zuversichtlich bezĂŒglich der Technologie: Bis Ende 2026 wird erwartet, dass die eingesetzten Roboter in den grĂ¶ĂŸten TestmĂ€rkten einen hohen einstelligen Prozentanteil aller Bestellungen ĂŒbernehmen könnten.

Diversifizierung durch Krankenhausrobotik und Akquisitionen

Neben der Essensauslieferung treibt Serve Robotics die Diversifizierung seines Portfolios voran. Mit der Übernahme von Diligent fĂŒr einen Betrag von 29 Millionen US-Dollar zuzĂŒglich einer Earn-out-Zahlung von 5,3 Millionen US-Dollar stĂ€rkt das Unternehmen seine Position im Gesundheitssektor. Die Technologie von Diligent kommt bereits in mehr als 25 KrankenhĂ€usern zum Einsatz.

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In diesem Zusammenhang wurde der Krankenhausroboter Moxi 2.0 vorgestellt. Das neue Modell verfĂŒgt laut Unternehmensangaben ĂŒber eine 15-mal schnellere Wahrnehmung und die zehnfache Rechenleistung im Vergleich zum VorgĂ€nger.

Die Betriebszeit wird mit 18 Stunden angegeben, wĂ€hrend der Ladevorgang um 30 Prozent beschleunigt wurde. ZusĂ€tzlich fĂŒhrt Serve Robotics neue Hardwarelösungen fĂŒr den Einzelhandel ein, darunter das Beacon-GerĂ€t fĂŒr Restaurants sowie das Werbeprodukt „Characters“.

Regulatorische Genehmigungen in Washington D.C.

Der Einsatz der autonomen Lieferroboter unterliegt in den USA strengen lokalen Vorschriften. In Washington D.C. erteilte das District Department of Transportation (DDOT) Serve Robotics sowie dem Wettbewerber Coco Robotics die Genehmigung fĂŒr Lieferungen auf Gehwegen.

Die Erlaubnis ist an Auflagen gebunden: Pro Zone dĂŒrfen maximal 25 GerĂ€te eingesetzt werden. Zudem mĂŒssen die Anbieter Sicherheitstests absolvieren, die insbesondere die Interaktion der Roboter mit FußgĂ€ngern mit Behinderungen sicherstellen. Neben Serve und Coco ist Robot.com als dritter Anbieter in der US-Hauptstadt autorisiert.

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