GebÀnderte, Heidelibelle

GebÀnderte Heidelibelle ist «Libelle des Jahres» 2025

03.12.2024 - 14:37:37

Sie fliegt wie ein Schmetterling und ist sehr selten geworden: Der Lebensraum der GebĂ€nderten Heidelibelle mĂŒsse besonders geschĂŒtzt werden, finden Libellenkundler.

  • Das Weibchen hat weiße FlĂŒgelmale (Handout).  - Foto: Michael Frank/dpa

    Michael Frank/dpa

  • Das MĂ€nnchen hat rote FlĂŒgelmale (Handout). - Foto: Nina Grönhagen/BUND/dpa

    Nina Grönhagen/BUND/dpa

Das Weibchen hat weiße FlĂŒgelmale (Handout).  - Foto: Michael Frank/dpaDas MĂ€nnchen hat rote FlĂŒgelmale (Handout). - Foto: Nina Grönhagen/BUND/dpa

Die sehr seltene GebĂ€nderte Heidelibelle ist zur «Libelle des Jahres» 2025 gekĂŒrt worden. Sie sei «eine der wenigen heimischen Großlibellen mit auffĂ€lliger FlĂŒgelfĂ€rbung und ein immer seltener werdender Schatz der deutschen Landschaft», teilten der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) mit. Das Tier stehe fĂŒr die Notwendigkeit eines starken nationalen Artenschutzes. Odonatologen sind Libellenkundler. 

Die GebĂ€nderte Heidelibelle (Sympetrum pedemontanum) fĂ€llt auf: Sie fliegt eher schmetterlingsartig und verfĂŒgt ĂŒber farbige Streifen auf den FlĂŒgeln. MĂ€nnchen haben ein rotes FlĂŒgelmal, bei Weibchen ist es weiß. In GrĂ€sern seien die Tiere trotzdem gut getarnt, so der BUND. 

GebĂ€nderte Heidelibellen kommen von Westeuropa bis Japan vor, in Deutschland sind sie laut BUND jedoch nur in wenigen Tief- und Flachlandbereichen verbreitet, vor allem in Nordwestdeutschland und im SĂŒdöstlichen Tiefland, am Oberrhein und im Alpenvorland. 

Die Tiere leben vor allem in TĂ€lern und Auen grĂ¶ĂŸerer und kleinerer FließgewĂ€sser. DĂŒngung und intensive GewĂ€ssernutzung gefĂ€hrden diese und viele andere Libellenarten. Die BestĂ€nde sind in den vergangenen zwanzig Jahren dem BUND zufolge deutlich gesunken. 

GdO und BUND wÀhlen seit 2011 die «Libelle des Jahres» und machen damit auf die Vielfalt der Arten und ihre Bedrohung aufmerksam.

@ dpa.de