SIM-Swapping, AT&T

SIM-Swapping: AT&T, T-Mobile und Verizon verlangen manuelle Schutzschritte

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 10:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Anbieter bieten Sperren gegen Rufnummernübernahmen; eSIMs verhindern SIM-Swapping nicht vollständig.
Ein glänzendes Sicherheitsschloss auf einer minimalistischen Holzoberfläche als Symbol für digitalen Schutz. Illustration mit AI erstellt.

Kunden der großen US-Mobilfunkanbieter AT&T, T-Mobile und Verizon müssen kostenlose Sicherheitsoptionen zum Schutz vor SIM-Swapping eigenhändig einschalten. Wie aus Berichten hervorgeht, bleiben Mobilfunkanschlüsse ohne diesen manuellen Schritt anfällig für Kriminelle, die fremde Rufnummern kapern, um Codes zur Zwei-Faktor-Authentifizierung abzufangen.

Beim sogenannten SIM-Swapping bringen Angreifer Netzbetreiber dazu, eine bestehende Telefonnummer auf eine neue SIM-Karte oder eSIM unter ihrer Kontrolle zu übertragen. Gelingt die Übernahme, lassen sich Sicherheitsabfragen per SMS umgehen, wodurch unbefugter Zugriff auf Bank-, E-Mail- und Social-Media-Konten möglich wird.

Unterschiedliche Sperroptionen der Betreiber

Die Mobilfunkkonzerne stellen eigene Werkzeuge bereit, um unberechtigte Rufnummernübertragungen zu verhindern. Bei AT&T blockiert die Funktion zur Kontosperre („Wireless Account Lock“) sowohl den SIM-Tausch als auch den Wechsel zu einem anderen Anbieter für sämtliche Leitungen eines Vertrags.

T-Mobile trennt diese Maßnahmen auf: Das Unternehmen offeriert einen SIM-Schutz („SIM Protection“) für alle Leitungen sowie eine Portierungssperre („Port Out Protection“), die separat pro Leitung eingerichtet werden muss.

Verizon wiederum stellt seinen Kunden die Optionen „SIM Protection“ sowie eine Rufnummernsperre namens „Number Lock“ zur Verfügung. Bei allen drei Anbietern gilt: Wer regulär das Endgerät oder den Netzanbieter wechseln möchte, muss diese Schutzfunktionen vorab vorübergehend manuell deaktivieren.

Warnungen von Behörden und Grenzen von eSIM-Lösungen

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC warnt eindringlich vor den Gefahren des Port-out-Betrugs. Als grundlegende Schutzmaßnahme empfiehlt die Behörde das Hinterlegen einer PIN oder eines Passworts beim Mobilfunkanbieter, das vor jedem Transfer der Rufnummer abgefragt werden muss.

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Dass der Schaden beträchtlich ist, zeigen Zahlen der US-Bundespolizei FBI: Nach Angaben des U.S. PIRG Education Fund gingen beim FBI im Jahr 2024 insgesamt 982 Meldungen zu Port-out-Betrug ein, die mit Verlusten von fast 26 Millionen US-Dollar verbunden waren.

Dass moderne eSIMs das Problem allein lösen könnten, trifft nicht zu. Zwar verhindert das fest verbaute Chip-Profil den physischen Diebstahl einer herkömmlichen Karte, gegen SIM-Swapping bietet die Technik jedoch keinen vollständigen Schutz. Angreifer zielen vermehrt auf Social Engineering beim Kundenservice oder nutzen kompromittierte Zugangsdaten in den Online-Kundenportalen der Betreiber, um eine eSIM auf ihre eigenen Geräte zu laden.

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Empfehlungen für Verbraucher

Sicherheitsexperten raten dringend dazu, für sensible Online-Dienste keine SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung zu verwenden, sondern stattdessen auf Authentifikator-Apps auszuweichen.

Kommt es auf dem Smartphone zu einem plötzlichen, unerklärlichen Netzverlust, sollten Nutzer sofort handeln: In einem solchen Verdachtsfall gilt es, umgehend den Mobilfunkanbieter sowie die eigenen Banken zu kontaktieren und entsprechende Betrugswarnungen hinterlegen zu lassen. Betroffenen wird zudem geraten, offizielle Beschwerden bei Regulierungs- und Verbraucherschutzbehörden wie der FCC und der Handelskommission FTC einzureichen.

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