Smartphone-Malware: Polizei warnt vor manipulierten Excel-Dateien
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 15:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einer aktuellen Mitteilung hat die Polizei offizielle Leitfäden zur Abwehr von Schadsoftware veröffentlicht, die speziell auf mobile Endgeräte abzielt. Im Fokus der Warnung stehen manipulierte Excel-Dateien, die von Cyberkriminellen dazu genutzt werden, Malware auf Smartphones und Tablets zu verbreiten. Die Sicherheitsbehörden reagieren damit auf eine Bedrohungslage, bei der präparierte Dokumente als Einfallstor für Angriffe dienen.
Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Dokumenten und Nachrichten
Die Experten der Polizei raten dringend davon ab, Excel-Dateien aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen zu öffnen. Eine besondere Gefahr gehe von unaufgeforderten Nachrichten aus, die Anhänge oder Links enthalten. Nutzer sollten in diesem Zusammenhang stets die Absenderadressen von E-Mails und Mitteilungen genau prüfen. Grundsätzlich werde empfohlen, keine Links in Nachrichten anzuklicken, deren Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist.
Ein wesentlicher Aspekt der polizeilichen Warnung betrifft die Eingabe sensibler Informationen. Die Behörden betonen, dass legitime Institutionen wie Banken oder Ämter niemals Zugangsdaten oder persönliche Informationen über E-Mails oder beigefügte Dateien anfordern würden. Vor Dateneingaben in Dateien, die unter verdächtigen Umständen empfangen wurden, wird ausdrücklich gewarnt.
Technische Absicherung mobiler Endgeräte
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Neben dem bewussten Umgang mit Daten empfiehlt die Polizei eine Reihe technischer Schutzmaßnahmen. Dazu gehört die konsequente Nutzung offizieller App-Stores für Installationen. Von Anwendungen aus inoffiziellen Quellen gehe ein erhebliches Risiko aus; zudem sollten nicht mehr benötigte Apps regelmäßig vom Gerät entfernt werden. Zur Grundsicherung zählen laut den veröffentlichten Anleitungen zudem die Aktivierung von Gerätesperren sowie die Durchführung regelmäßiger Software-Updates, um Sicherheitslücken zeitnah zu schließen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Netzwerksicherheit. Die Polizei rät dazu, Funktionen für automatische Verbindungen über WLAN oder Bluetooth zu deaktivieren, wenn diese nicht aktiv genutzt werden. Zur Absicherung sensibler Konten wird die Verwendung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) nahegelegt. Für den Fall eines Geräteverlusts oder eines schweren Fehlers sollten Nutzer zudem regelmäßige Backups ihrer Daten erstellen und die Fernsuchfunktionen ihrer Endgeräte aktivieren.
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Vorgehen bei Infektionen und neuen Betrugsmaschen
Zusätzlich zu klassischen Dateianhängen weist die Polizei auf die Gefahr durch sogenanntes Quishing hin. Bei dieser Form des Betrugs werden QR-Codes manipuliert, um Nutzer auf schädliche Webseiten zu leiten. Die Sicherheitsbehörden raten dazu, QR-Codes nur dann zu scannen, wenn deren Herkunft bekannt und vertrauenswürdig ist.
Sollten Nutzer den Verdacht haben, dass ihr Gerät bereits mit Malware infiziert wurde, sei schnelles Handeln erforderlich. Die Polizei fordert Betroffene dazu auf, umgehend Kontakt mit ihrem Kreditinstitut aufzunehmen und sämtliche Passwörter zu ändern. Verdächtige Vorfälle sollten zudem über die Online-Wache zur Anzeige gebracht werden. Die Sicherheitsbehörden kündigten an, ihre Anleitungen und Warnhinweise kontinuierlich an die sich wandelnden Bedrohungslagen im Bereich der mobilen Cyberkriminalität anzupassen.
