Smartphone, IMEI

Smartphone verloren: Warum die 15-stellige IMEI für die Anzeige wichtig ist

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 15:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktivierte Ortungsdienste, sichere Konten und die IMEI erleichtern Schutzmaßnahmen und Schritte nach Verlust oder Diebstahl.
Ein minimalistischer, leerer Schreibtisch in gedimmtem Licht als Symbol für digitale Sicherheit und Vorbereitung. Illustration mit AI erstellt.

Um bei einem Verlust oder Diebstahl des Mobiltelefons den unbefugten Zugriff Dritter auf persönliche Daten zu verhindern, sollten zentrale Schutzfunktionen bereits im Vorfeld aktiviert werden. Darauf weisen Sicherheitsexperten in aktuellen Ratgebern hin. Eine nachträgliche Konfiguration der Ortungsdienste oder Fernsperren ist nach dem Abhandenkommen eines Geräts meist nicht mehr möglich.

Vorkehrungen vor dem Ernstfall

Als grundlegende Schutzmaßnahme gilt die Einrichtung einer zuverlässigen Bildschirmsperre über eine PIN, einen Fingerabdruck oder Gesichtserkennung in Kombination mit einer automatischen Sperre bei Inaktivität. Neben regelmäßigen Software-Updates und automatischen Datensicherungen für Fotos und Dokumente empfehlen Fachleute die frühzeitige Aktivierung herstellereigener Ortungsfunktionen.

Bei Apple-Geräten umfasst dies Dienste wie die Gerätesuche einschließlich der Standortübermittlung bei niedrigem Akkustand. Auf Android-Geräten sollten entsprechende Suchfunktionen und Ortungsdienste aktiviert sein.

Zudem raten Experten, die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten so einzurichten, dass Bestätigungscodes nicht ausschließlich an die im Smartphone eingelegte SIM-Karte gesendet werden. Einmalige Wiederherstellungscodes sollten separat außerhalb des Telefons aufbewahrt werden, um den Zugang zu Benutzerkonten auch ohne das Gerät zu gewährleisten.

Vorgehen nach dem Abhandenkommen

Geht ein Mobiltelefon verloren, lässt sich der Standort über die Webseiten der jeweiligen Ortungsdienste abfragen. Befindet sich das Telefon in der Nähe, kann ein Signalton ausgelöst werden, der auch bei stummgeschaltetem Gerät mit maximaler Lautstärke ertönt.

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Ist das Gerät an einem fremden Ort oder unauffindbar, ermöglicht der herstellerseitige Verloren-Modus das Sperren des Bildschirms aus der Ferne, das Aussetzen hinterlegter Bezahldienste sowie die Anzeige einer Notfall-Kontaktnummer.

Sollte das Smartphone nicht wiederbeschafft werden können oder ein Diebstahl vorliegen, raten Sicherheitsexperten zu einer abgestuften Vorgehensweise: Zunächst sollten Passwörter für Online-Banking, E-Mail-Dienste und soziale Netzwerke geändert und die SIM-Karte beim jeweiligen Anbieter gesperrt werden.

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Eine vollständige Fernlöschung der Daten sollte erst als letzter Schritt erfolgen, da das Gerät danach nicht mehr auffindbar ist. Die geräteseitige Aktivierungssperre bleibt jedoch auch nach dem Löschvorgang bestehen.

Gerätekennung für Behörden und Anbieter

Für eine Diebstahlsanzeige bei der Polizei sowie für Meldungen an Mobilfunkanbieter und Versicherungen wird die 15-stellige Gerätenummer IMEI benötigt. Diese Kennung identifiziert das Mobiltelefon eindeutig und unabhängig von der eingesetzten SIM-Karte.

Die Nummer lässt sich auf den meisten Geräten über den Tastencode *#06# anzeigen und ist zudem auf Rechnungen sowie Originalverpackungen vermerkt. Da die IMEI allein keine Ortung des Geräts ermöglicht, betonen Experten, wie wichtig die Kombination aus vorab notierten Gerätedaten und aktivierten Softwarediensten ist.

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