Smishing-Welle, SMS-Phishing

Smishing-Welle: SMS-Phishing macht 35% aller Cyberangriffen aus

12.06.2026 - 23:26:10 | boerse-global.de

74 Kandidaten in Vietnam bei Abiturprüfungen wegen technikgestützten Betrugs überführt. Deutsche Lehrer fordern Störsender als Gegenmaßnahme.

Vietnam-Prüfungen: KI-Betrug und Handy-Verstöße nehmen zu
Smishing-Welle - Eine Hand hält heimlich ein Smartphone unter einem Schreibtisch während einer Prüfung, mit einer unscharfen KI-Oberfläche darüber. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Zahl der Verstöße stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43 Fälle. Besonders häufig: das Mitführen von Mobiltelefonen. In fünf Fällen wurden andere unerlaubte Hilfsmittel sichergestellt.

Die Behörden in der Provinz Gia Lai dokumentierten besonders dreiste Fälle. Ein Schüler fotografierte während einer Physikprüfung die Aufgaben ab, um mit ChatGPT Lösungen zu generieren. Ein anderer Kandidat versteckte sein Handy in einer Toilette. Die Stadt Da Nang reagierte mit verschärften Kontrollen: Tragbare Sicherheitsgeräte kamen zum Einsatz, die Aufsichtsteams wuchsen auf über 470 Mitglieder.

Deutsche Lehrer fordern Störsender

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Angesichts solcher Vorfälle verlangen Lehrervertreter in Deutschland technische Gegenmaßnahmen. Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrerverbands, fordert in einem offenen Brief den Einsatz von Störsendern. Diese sollen während Prüfungen den Datenverkehr blockieren. Auch Detektoren und Sensoren stehen zur Debatte.

Der Hintergrund: Immer mehr schwer erkennbare Hardware ist auf dem Markt. Das Kultusministerium warnt vor Smart Glasses für 350 bis 900 Euro, Scan-Stiften, Mini-Kopfhörern und KI-Pins. Eine Umfrage des Deutschen Philologenverbandes unter 1.015 Lehrkräften zeigt das Ausmaß des Problems: 70 Prozent sehen Handys als zentrale Ablenkung, jede zweite Lehrkraft fühlt sich unsicher im Umgang mit digitalen Risiken.

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Smishing-Welle rollt über Deutschland

Nicht nur in Schulen, auch bei Betrugskriminalität treiben Kriminelle den Technologieeinsatz voran. Sicherheitsanalysten registrieren eine massive Welle von Smishing-Angriffen – Phishing per SMS. Diese machen inzwischen 35 Prozent aller Attacken aus, ein Anstieg um 40 Prozent. Besonders rasant: KI-gesteuerte Angriffe haben sich in diesem Jahr vervierzehnfacht.

Klassische Schockanrufe bleiben ebenfalls gefährlich. In Mannheim übergab eine 88-Jährige 50.000 Euro Bargeld an einen Unbekannten, der eine familiäre Notlage vortäuschte. Die Kripo Heidelberg fahndet nach einem etwa 30-jährigen Mann. Im Landkreis Ludwigsburg gaben sich Betrüger als Mitarbeiter von Pflegestützpunkten aus, um an sensible Daten zu kommen.

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