Snowflake-Angriffe, Hacker

Snowflake-Angriffe: Hacker gesteht Betrug an 165 Kunden

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 10:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hacker gesteht Angriffe auf 165 Snowflake-Kunden und kassiert Millionen. Ihm drohen bis zu 32 Jahre Haft.

Snowflake-Hacker legt Geständnis ab: Erpressung von 165 Firmen
Ein modern beleuchteter Serverraum mit leuchtenden Glasfaserkabeln, der die digitale Sicherheit und Cyberkriminalität symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einem bedeutenden juristischen Verfahren im Bereich der Cyberkriminalität hat der 26-jährige Connor Moucka ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er räumte ein, für die Hackerangriffe auf mehr als 165 Kunden des Cloud-Daten-Dienstleisters Snowflake verantwortlich zu sein. Das Geständnis umfasst schwere Tatvorwürfe, darunter Computerbetrug, Drahtbetrug sowie Identitätsdiebstahl.

Systematische Erpressung namhafter Großunternehmen

Die Angriffsserie richtete sich gegen eine Vielzahl prominenter Unternehmen. Zu den Opfern zählen unter anderem der Ticketvermarkter TicketMaster, der Finanzdienstelister Lending Tree sowie die Handelsketten Advance Auto Parts und Neiman Marcus. Durch die gezielten Erpressungen dieser Firmen erzielte der Beschuldigte Lösegeldzahlungen in einer Gesamthöhe von mehr als 2,5 Mio. USD.

Besonders schwer wiegt der Diebstahl von Datensätzen bei dem Telekommunikationsriesen AT&T, bei dem Informationen von über 100 Mio. Kunden entwendet wurden. Insgesamt erbeutete Moucka Milliarden von Datensätzen. Aus dem anschließenden Verkauf dieser gestohlenen Daten generierte er Schätzungen zufolge weitere 500.000 USD. Während die betroffenen Unternehmen Gesamtschäden in Höhe von 9,5 Mio. USD erlitten, wird der persönliche Gewinn des Hackers aus den Erpressungsaktivitäten auf 495.000 USD beziffert. In einem besonders drastischen Fall gab Moucka zudem zu, ein Opfer nach bereits erfolgter Zahlung ein zweites Mal erpresst zu haben.

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Sicherheitslücken und rechtliche Konsequenzen

Die Ermittlungen zeigten, dass die Angriffe nicht auf komplexen Schwachstellen in der Snowflake-Infrastruktur selbst basierten, sondern gezielt nachlässige Sicherheitsvorkehrungen bei den Kunden ausnutzten. Moucka verwendete für den Zugriff auf die Cloud-Umgebungen gestohlene Zugangsdaten. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Angriffe war dabei die fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) bei den betroffenen Konten.

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Die rechtlichen Konsequenzen für den Hacker sind erheblich. Die Urteilsverkündung ist für den 27. Oktober angesetzt. Aufgrund der Schwere und des Umfangs der Taten droht dem 26-Jährigen eine Freiheitsstrafe von bis zu 32 Jahren. Das Verfahren unterstreicht die massiven finanziellen und operativen Risiken, die durch unzureichend gesicherte Cloud-Zugänge für globale Konzerne entstehen können.

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