Sommerferien 2026: 9 Millionen Reisende, 1.000 Baustellen erwartet
25.06.2026 - 18:30:32 | boerse-global.de
Eine Umfrage unter 1.000 Teilnehmern zeigt: Nur zwei Prozent haben ihre Reisen komplett storniert. 87 Prozent lassen sich nicht von hohen Treibstoffpreisen abschrecken. Die Ziele teilen sich fast gleichmäßig auf: 42 Prozent bleiben im Inland, 40 Prozent reisen ins Ausland.
Der Deutsche Tourismusverband bestätigt die starke Nachfrage für Deutschland. Doch die Branche kämpft mit einem Problem.
Familienurlaub wird zum Luxusgut
Eine Umfrage unter 500 Reisebüromitarbeitern im Juni zeichnet ein düsteres Bild: 69 Prozent melden ein schlechter als erwartetes Sommergeschäft. Hauptgrund: Das Ausbleiben von Familienbuchungen. Die Preise sind zu hoch.
Ein Beispiel macht die Dimension deutlich: Ein zweiwöchiger Familienaufenthalt auf Mallorca kostet bis zu 9.000 Euro. Das schreckt ab.
Antalya ist die Nummer eins
Das Markt-Update eines führenden Reisekonzerns vom heutigen Donnerstag zeigt klare Gewinner. Antalya führt die Hitliste vor Mallorca und den griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos an. 80 Prozent der Reisenden bleiben in Europa. Bei Fernreisen sind die USA das beliebteste Ziel.
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Neben klassischen Strandurlauben boomen neue Formate:
- Coolcations: Angesichts steigender Temperaturen in Südeuropa suchen Urlauber mildere Klimazonen
- Kurztrips: Kurze Auszeiten prägen das Buchungsverhalten in Europa
- Erlebnisorientierte Konzepte: Hotels setzen auf Wasserparks, um Familien zu locken
Stau und volle Züge zum Ferienstart
Am 26. Juni beginnen die Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Der Frankfurter Flughafen rechnet am ersten Ferienwochenende mit rund 616.000 Passagieren. Insgesamt werden über die Ferienzeit etwa 9 Millionen Reisende erwartet.
Der ADAC warnt vor über 1.000 Baustellen im Fernstraßennetz. Besonders betroffen: die A1, A3, A5 und A7. Zusätzliche Engpässe entstehen durch die Sanierung der Luegbrücke auf der Brennerroute und eine temporäre Sperrung des Fernpasses am 27. Juni. Experten empfehlen Reisen an Dienstagen oder Mittwochen.
Auch die Bahn bereitet Kopfzerbrechen. Die Geschäftsführung von TUI Deutschland rät zu einem Zeitpuffer von drei bis vier Stunden bei der Anreise zum Flughafen. Verspätete Züge warten nicht auf Flieger.
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Spritpreise könnten weiter steigen
Am 21. Juni kostete Super E10 durchschnittlich 1,822 Euro pro Liter, Diesel 1,738 Euro. Zum 1. Juli droht ein Preissprung von bis zu 17 Cent. Dann endet eine Steuersenkung. Das könnte den Tagestourismus weiter belasten.
