Spionage-Warnung, FBI

Spionage-Warnung: FBI und CISA warnen vor russischen Hacker-Kampagnen

28.06.2026 - 22:32:25 | boerse-global.de

Russische Hacker kapern tausende Konten auf WhatsApp, Signal und Telegram mittels Social Engineering. Ziel sind Regierungsmitarbeiter und Journalisten.

FBI und CISA warnen vor russischer Spionage auf WhatsApp und Signal
Spionage-Warnung - Spionage-Warnung: FBI und CISA warnen vor russischen Hacker-Kampagnen 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Laut einer gemeinsamen Mitteilung von FBI und CISA nutzen russische Geheimdienste Social Engineering, um fremde Konten zu übernehmen.

Angreifer kapern Accounts per Geräte-Kopplung

Die Methode ist simpel, aber effektiv: Die Angreifer bringen ihre Opfer dazu, Verifizierungscodes herauszugeben oder neue Geräte-Kopplungen zu bestätigen. Koppelt ein Angreifer dann sein eigenes Gerät mit dem Account des Opfers, erhält er dauerhaften Zugriff auf den gesamten Nachrichtenverlauf.

Bei Signal zielen die Kampagnen zusätzlich auf Backup-Wiederherstellungsschlüssel ab. Damit können die Angreifer selbst dann auf alte Nachrichten zugreifen, wenn das Opfer sein Handy wechselt.

Die US-Behörden ordnen die Aktivitäten den Gruppierungen UNC5792 und UNC4221 zu. Für Hinweise, die zur Identifizierung von UNC5792 führen, hat das US-Außenministerium bis zu zehn Millionen Dollar Belohnung ausgesetzt.

Tausende Konten weltweit betroffen

Die Kampagne ist global angelegt. Bereits tausende Konten sollen kompromittiert sein. Zu den Hauptzielen zählen Regierungsmitarbeiter, Militärangehörige und Journalisten.

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Die Bedrohung trifft auf eine riesige Nutzerbasis: WhatsApp hat rund 3,5 Milliarden Anwender weltweit. Experten betonen: Der Mensch bleibt die größte Schwachstelle. Angreifer nutzen gezielt Vertrauen und Unachtsamkeit aus, um technische Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.

So schützen Sie sich

Sicherheitsexperten raten dringend zur Überprüfung der Kontoeinstellungen. Nutzer sollten regelmäßig kontrollieren, welche Geräte mit ihrem Account verknüpft sind, und unbekannte Verbindungen sofort trennen.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) konsequent nutzen
  • Verifizierungscodes und Wiederherstellungsschlüssel niemals weitergeben
  • Misstrauisch sein bei unaufgeforderten Nachrichten, die zur Geräte-Bestätigung auffordern
  • Geräte verschlüsseln und regelmäßig Backups erstellen
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