Steam Machine: Valve schraubt 4K-Versprechen deutlich zurĂŒck
Veröffentlicht am: 28.06.2026 um 22:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Valve hat die Marketingaussagen seiner Steam Machine nach Kritik an den 4K-FĂ€higkeiten deutlich zurĂŒckgeschraubt.
Der Spielekonzern Ă€nderte am 25. Juni die offizielle Produktseite. Die ursprĂŒngliche Behauptung, das GerĂ€t biete â4K-Gaming mit 60 fps und FSR", wurde gestrichen. Stattdessen wirbt Valve nun mit âBis zu 4K-Gaming mit FSR 4.1". Ein feiner, aber entscheidender Unterschied.
LeistungsschwÀchen in der Praxis
UnabhĂ€ngige Tests hatten zuvor gezeigt, dass die Steam Machine bei modernen Titeln massive Probleme mit flĂŒssigen Bildraten in 4K hat. WĂ€hrend Ă€ltere AAA-Spiele und Indie-Titel die 60-fps-Marke noch erreichten, scheiterte die Hardware an aktuellen Blockbustern. Death Stranding 2 verfehlte die 60 fps in 4K deutlich, Cyberpunk 2077 fiel regelmĂ€Ăig unter die 30-fps-Grenze.
Branchenexperten sehen das GerĂ€t daher primĂ€r als 1080p-Gaming-Maschine. Die 4K-Ausgabe ist stark auf Hochskalierungstechnologien angewiesen â ein Umstand, den Valves ĂŒberarbeitete Marketingstrategie nun eingesteht.
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Vergleich mit Konsolen und Konkurrenz
Die Leistungswerte fallen im direkten Vergleich mit aktuellen Konsolen ernĂŒchternd aus. Analysen von Digital Foundry ergaben, dass die Basis-PlayStation 5 die Steam Machine in verschiedenen Leistungsmodi um 3 bis 17 Prozent ĂŒbertrifft.
Die Preise liegen zwischen 1.049 Euro fĂŒr das 512-GB-Modell und 1.349 Euro fĂŒr die 2-TB-Version. Zum Vergleich: Ein Ă€hnlich kompakter PC wĂŒrde rund 1.265 Euro kosten. Der französische HĂ€ndler LDLC hat mit dem PC STIM bereits ein KonkurrenzgerĂ€t zum Ă€hnlichen Preis angekĂŒndigt, das angeblich mehr Leistung und bessere AufrĂŒstbarkeit bietet.
HDMI 2.1: Fortschritte bei der Schnittstelle
Trotz der gedĂ€mpften Leistungsversprechen gibt es positive Nachrichten zur Hardware-Ausstattung. Pierre-Loup Griffais, Valve-Architekt fĂŒr SteamOS, bestĂ€tigte am 26. Juni, dass die Probleme mit HDMI 2.1 und Fixed Rate Link (FRL) vollstĂ€ndig gelöst sind. Die Arbeiten erfolgten in Zusammenarbeit mit AMD, um eine quelloffene HDMI-2.1-KompatibilitĂ€t unter Linux zu gewĂ€hrleisten.
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Der aktuelle Software-Stack unterstĂŒtzt bereits variable Bildwiederholraten (VRR) ĂŒber FreeSync und HDMI Forum VRR. Ein zukĂŒnftiges Update soll zudem 4K bei 240 Hertz mit Display Stream Compression (DSC) ĂŒber HDMI ermöglichen â sowie 4K bei 144 Hertz ohne Kompression.
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