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Steam Machine: Valve startet Konsole nach Verzögerungen am 29. Juni

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 01:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Valves neue Steam Machine ist gestartet, aber nur per Lotterie erhĂ€ltlich. Die AMD-Konsole liefert flĂŒssiges 1080p-Gaming und kostet ab 1.049 Dollar.

Valve Steam Machine: Marktstart mit Lotterie-System und starker Hardware
Eine kompakte, moderne Spielkonsole steht auf einem dunklen Schreibtisch in einer professionell ausgeleuchteten Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Nach einer Phase der Verzögerungen hat das Technologieunternehmen Valve die MarkteinfĂŒhrung der neuen Steam Machine vollzogen. Das GerĂ€t, das bereits am 29. Juni 2026 offiziell gestartet ist, wird in zwei Ausstattungsvarianten angeboten: Das Basismodell mit einer 512 GB großen SSD kostet 1.049 $, wĂ€hrend fĂŒr die Version mit 2 TB Speicherplatz 1.349 $ aufgerufen werden. Die aktuelle VerfĂŒgbarkeit ist jedoch stark eingeschrĂ€nkt; aufgrund der hohen Nachfrage wird die Hardware ĂŒber ein spezielles Vorverkaufs-Lotteriesystem vertrieben, wodurch das Kontingent derzeit als ausverkauft gilt.

Technische Ausstattung und LeistungsfÀhigkeit

Im Inneren der kompakten Konsole arbeitet eine semi-kundenspezifische CPU der AMD-Reihe Zen 4, die ĂŒber 6 Kerne und 12 Threads bei einer Thermal Design Power (TDP) von 30 W verfĂŒgt. UnterstĂŒtzt wird der Hauptprozessor von einer RDNA-3-Grafikeinheit mit 28 Compute Units (CUs) und 8 GB GDDR6-Videospeicher bei einer TDP von 110 W. Das System greift zudem auf 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher zurĂŒck. Branchenanalysten beziffern die Kosten fĂŒr ein vergleichbares System im Eigenbau (DIY) auf etwa 979 $.

In der praktischen Anwendung liefert die Hardware laut technischen Berichten flĂŒssiges Gaming in einer Auflösung von 1080p. Bei einer Auflösung von 1440p ist das System zunehmend auf Upscaling-Technologien angewiesen. Die native Leistung bei 4K-Inhalten wird als schwach eingestuft, weshalb hier der Einsatz von AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) erforderlich sei. Der Energieverbrauch wĂ€hrend des Spielbetriebs liegt zwischen 173 W und 176 W, wĂ€hrend in der Spitze bis zu 209 W erreicht werden können.

Kompaktes Design und akustische Eigenschaften

Die Steam Machine zeichnet sich durch ein platzsparendes GehĂ€use mit den Maßen von etwa 5,98 x 6,1 x 6,4 Zoll aus und bringt ein Gewicht von 5,7 lbs auf die Waage. Trotz des integrierten Netzteils wird die GerĂ€uschentwicklung als moderat beschrieben: Im regulĂ€ren Spielbetrieb werden Werte von 20 bis 21 dBA gemessen, unter Volllast steige die LautstĂ€rke auf 23 bis 24 dBA an.

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Der separat erhĂ€ltliche Steam Controller ergĂ€nzt das Hardware-Angebot. Softwareseitig basiert das GerĂ€t auf SteamOS, wobei bereits im FrĂŒhjahr mit der Preview-Version 3.8.0 die entsprechende UnterstĂŒtzung implementiert wurde. Dennoch gibt es EinschrĂ€nkungen bei der SoftwarekompatibilitĂ€t: FĂŒr einige populĂ€re Multiplayer-Titel wie Fortnite oder Call of Duty fehle derzeit noch die UnterstĂŒtzung fĂŒr Linux-basierte Anti-Cheat-Systeme.

Herausforderungen in der Lieferkette und Preisentwicklung

Die MarkteinfĂŒhrung war ursprĂŒnglich fĂŒr das erste Quartal 2026 geplant, musste jedoch aufgrund globaler EngpĂ€sse bei Speichermodulen und LagerbestĂ€nden in die erste JahreshĂ€lfte verschoben werden. Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwangen das Unternehmen zu einer Überarbeitung der Preisstruktur, insbesondere da sich die Preise fĂŒr RAM-Bausteine in den vergangenen Monaten verdreifacht oder gar vervierfacht hatten. Die CEO von AMD, Lisa Su, hatte im Vorfeld bestĂ€tigt, dass Valve trotz dieser Hindernisse an der Auslieferung der AMD-basierten Hardware festhalte.

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Erweiterung des Hardware-Ökosystems

Flankierend zur Steam Machine treibt Valve die Entwicklung weiterer Hardware voran. Mit dem „Steam Frame“ befindet sich ein eigenstĂ€ndiges VR-Headset in Vorbereitung, das mit einem Snapdragon 8 Gen 3 Prozessor ausgestattet ist und ebenfalls unter SteamOS lĂ€uft. Das 440 g schwere Headset soll eine Auflösung von 2160x2160 Pixeln pro Auge bieten und zielt auf einen Preispunkt unterhalb des Valve Index ab.

Um die Spielebibliothek fĂŒr Arm-basierte Systeme und VR-Anwendungen zu erweitern, finanziert Valve die Entwicklung des Fex-Emulators. In Kombination mit der KompatibilitĂ€tsschicht Proton ermöglicht dieser das AusfĂŒhren von x86-Windows-Spielen auf Arm-Linux-Plattformen. Das aktuelle Steamworks SDK 1.65 hat bereits UnterstĂŒtzung fĂŒr den Steam Frame hinzugefĂŒgt, wĂ€hrend die neuesten Proton-Versionen (11.0-2 und GE 11-3) Fehlerbehebungen fĂŒr Titel wie Diablo IV, Cyberpunk 2077 und Marvel Rivals integrieren.

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