SteamOS, Intel-Handheld-Unterstützung

SteamOS 3.8.25: Neue Intel-Handheld-Unterstützung und Emulation

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue SteamOS-Beta erweitert die PC-Kompatibilität deutlich. Valve empfiehlt AMD-Chips, während Intel-Handhelds wie das MSI Claw 8 AI+ nun offiziell unterstützt werden.

SteamOS 3.8.25 Beta: Mehr PC-Hardware und Handhelds werden unterstützt
Ein selbstgebauter Gaming-PC, der in einem Wohnzimmer an einen Fernseher angeschlossen ist. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Hardware-Landschaft verzeichnet derzeit einen verstärkten Trend zur Zweitverwertung älterer Computersysteme als dedizierte Gaming-Konsolen. Hintergrund ist das Bestreben vieler Anwender, die Anschaffungskosten für Valves offizielle Steam Machine in Höhe von 1.049 US-Dollar zu umgehen. Durch den Einsatz des Linux-basierten Betriebssystems SteamOS lassen sich bestehende PCs in eine Wohnzimmer-Konsole transformieren, wobei das System durch die Nutzung von Proton und GameScope eine spezialisierte Benutzeroberfläche und Kompatibilitätsschichten für moderne Spiele bietet.

Effizienzsteigerung und erweiterte Hardware-Unterstützung

Ein wesentlicher Vorteil der Umrüstung besteht in der kostenlosen Verfügbarkeit von SteamOS sowie der Reduzierung des sogenannten Windows-Overheads. In der aktuellen Woche wurde die Version SteamOS 3.8.25 Beta veröffentlicht, die den experimentellen Einsatz auf PCs weiter vorantreibt, wobei die Entwickler primär AMD-Hardware für die Installation empfehlen. Das Betriebssystem unterstützt offiziell bereits das Steam Deck sowie das Legion Go S von Lenovo, welches als erstes Gerät eines Drittanbieters mit einer offiziellen SteamOS-Integration ausgeliefert wird.

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Mit der neuesten Beta-Version wird zudem die Unterstützung für Intel-basierte Handhelds ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere das MSI Claw 8 AI+, das auf der Lunar-Lake-Architektur basiert. Tests ergaben, dass anspruchsvolle Titel wie Cyberpunk 2077 oder Forza Horizon 6 bei einer Leistungsaufnahme von 15 Watt stabil auf diesen Geräten laufen. Zudem wurden Eingabeprobleme bei verschiedenen Handheld-Varianten behoben und die Unterstützung für Controller von Herstellern wie Ayaneo und OneXPlayer implementiert.

Software-Kompatibilität und Emulationsleistung

Die Attraktivität von SteamOS wird maßgeblich durch die hohe Spielekompatibilität gesteigert. Über die Kompatibilitätsschicht Proton sind mittlerweile mehr als 18.000 Steam-Titel spielbar. Neben nativen PC-Spielen rückt die Nutzung als Emulationsplattform in den Fokus. Berichte zeigen, dass eine modifizierte Steam Machine über mehrere Wochen erfolgreich als zentrale Konsole eingesetzt wurde. Dabei erreichten Klassiker wie NBA Street Volume 2 konstante 60 Bilder pro Sekunde (fps). Neuere Titel wie Zelda: Tears of the Kingdom wurden in einer Auflösung von 1440p mit 30 fps wiedergegeben, während Super Mario RPG die Marke von 60 fps erreichte. Tools wie EmuDeck und der Steam ROM Manager ermöglichen dabei eine nahtlose Integration dieser Titel in die Steam-Bibliothek.

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Experimentelle Modifikationen und Hardware-Grenzen

In der Modding-Community führen die hohen Preise für vorkonfigurierte Systeme, die zwischen 1.039 und 1.428 Euro liegen können, zu teils extremen Hardware-Anpassungen. Ein Anwender mit dem Pseudonym Large_Customer_3840 verbind eine Radeon RX 9070 XT über einen M.2-zu-OCuLink-Adapter mit einer Steam Machine. Trotz des Verzichts auf einen internen SSD-Steckplatz und der Notwendigkeit einer externen Stromversorgung sowie doppelter HDMI-Verkabelung konnte die Grafikleistung massiv gesteigert werden. In Crimson Desert wurden auf hohen Einstellungen über 100 fps erzielt, während die integrierte Grafikeinheit lediglich rund 60 fps erreichte.

Andere Projekte befassen sich mit der thermischen Optimierung. Der YouTuber Stefan Warecka modifizierte eine Steam Machine mit einem spezialisierten CNC-gefrästen Wasserblock. Den Angaben zufolge konnten die Temperaturen der APU (Accelerated Processing Unit) um 20 bis 30 Grad Celsius gesenkt werden, was besonders relevant ist, da das System ab einer Temperatur von 100 Grad Celsius die Leistung drosselt.

Dass die Hardware-Basis dennoch limitierend wirken kann, zeigte ein Versuch von TrashBench, ein ZimaCube 2 NAS mit einer RTX 5060 in einen Gaming-PC zu verwandeln. Während die Bildraten in Titeln wie Hitman 3 von 18 fps auf 167 fps stiegen, erwies sich der verbaute Core i5-1235U Prozessor als Flaschenhals. Der Einsatz einer noch leistungsstärkeren RTX 4080 Super führte in diesem spezifischen Szenario zu keiner weiteren Performance-Verbesserung.

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