Steiermark: Ärzte greifen seit 7. November auf fremde Röntgen- und MRT-Bilder zu
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 12:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der Steiermark können Mediziner einrichtungsübergreifend auf Röntgen-, Computertomografie- und Magnetresonanztomografie-Bilder zugreifen. Das digitale System zielt darauf ab, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Diagnosen zu beschleunigen.
Wie das Portal 5min.at in einem Bericht vom 07.11.2026 anlässlich des Internationalen Tags der Radiologie am 8. November darlegte, greift das medizinische Personal dafür auf eine weitreichende digitale Infrastruktur zurück.
Umfassende Vernetzung der regionalen Gesundheitsversorgung
Das Netzwerk bindet steirische Krankenhäuser, radiologische Institute und nahezu alle niedergelassenen Radiologen des Bundeslandes ein. Neben den Radiologen erhalten auch Haus- sowie Fachärzte Zugriff auf die Aufnahmen, sodass Vorbefunde direkt in die weitere Patientenversorgung einfließen können.
Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob aktuelle Aufnahmen bereits in einer anderen Gesundheitseinrichtung angefertigt wurden, was Mehrfachbelastungen für Patienten reduziert.
Wer sich mit der Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten befasst, muss die strengen Dokumentationspflichten der DSGVO präzise erfüllen. Diese kostenlose Excel-Vorlage hilft Verantwortlichen dabei, das erforderliche Verarbeitungsverzeichnis rechtssicher und zeitsparend zu erstellen. Kostenlose Muster-Vorlage und Schritt-für-Schritt-Anleitung jetzt gratis herunterladen
Als zentrale technologische Basis für diese Bilddaten dient die Steiermärkische Medizinarchiv GmbH, kurz marc. Das Langzeitarchiv speichert die Bilddaten von mehr als 50 Mio. radiologischen Untersuchungen. An der Betreibergesellschaft marc hält der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers einen Anteil von 52 Prozent, während die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) 48 Prozent der Anteile besitzt.
Bundesweiter Austausch und digitaler Zugang für Patienten
Über das Landesgebiet hinaus ist der Verbund an das gesamtösterreichische Gesundheitssystem angebunden. Aufnahmen aus den KAGes-Spitälern können an alle öffentlichen Krankenhäuser Österreichs übermittelt werden. Umgekehrt sind steirische Spitäler in der Lage, diagnostische Bilddaten anderer Krankenhausträger digital zu empfangen.
Zudem hat die KAGes ihre Datenverfügbarkeit in den vergangenen Jahren stetig erweitert. Seit Jahresbeginn 2025 stehen die Bilddaten aus den Einrichtungen der KAGes auch Medizinern außerhalb des Klinikverbunds über die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) zur Verfügung.
Die Vernetzung medizinischer Daten erfordert höchste Standards bei der IT-Sicherheit, um proaktiv vor modernen Cyberbedrohungen geschützt zu sein. Ein kostenloser Report klärt darüber auf, welche rechtlichen Pflichten und Sicherheitsmaßnahmen Unternehmer heute kennen müssen. Gratis-E-Book zur Cyber-Security jetzt anfordern
Auch den Patienten selbst stehen ihre medizinischen Aufnahmen digital offen. Über das KAGes-Patientenportal können Bürger ihre eigenen Bilddaten unter Nutzung der staatlichen elektronischen Identität ID Austria selbstständig einsehen und verwalten.
