Südkorea: 950 Milliarden Euro für globale KI-Lieferketten vereinbart
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 22:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rund 950 Milliarden Euro an strategischen Partnerschaften haben südkoreanische Technologiekonzerne und globale Halbleiterführer am 24. Juli 2026 vereinbart. Die auf einem KI-Gipfel verkündeten Abkommen sollen die Lieferketten für KI-Hardware sichern und die regionale Infrastruktur massiv ausbauen.
SK Group und NVIDIA: 500-Milliarden-Euro-Pakt
Im Zentrum der neuen Initiativen steht eine Partnerschaft zwischen der SK Group und NVIDIA im Wert von über 500 Milliarden Euro. Das Abkommen umfasst zwei Kernbereiche: den Bau großflächiger KI-Fabriken und die langfristige Lieferung von Speicherchips der nächsten Generation.
SK Telecom will eine 2-Gigawatt-KI-Fabrik auf Basis der NVIDIA-Vera-Rubin-DSX-Plattform errichten. Die erste Betriebsphase ist für 2027 geplant. Unterstützt wird das Vorhaben von SK hynix, das einen langfristigen Liefervertrag mit NVIDIA über High-Bandwidth-Memory (HBM) abschloss – inklusive des kommenden HBM4-Standards.
Darüber hinaus skizzierte SK eine 750-Milliarden-Euro-Strategie für KI-Infrastruktur mit weiteren US-Unternehmen. Dazu zählen ein Speicherliefervertrag zwischen SK hynix und Microsoft sowie eine Absichtserklärung zwischen SK Telecom und Anthropic für Gigawatt-Rechenzentren. Auch die Zusammenarbeit mit Amazon Web Services soll ausgeweitet werden.
Samsung und Broadcom: 200 Milliarden für KI-Chips
Parallel dazu unterzeichnete Samsung am 24. Juli eine Absichtserklärung mit Broadcom über 200 Milliarden Euro. Der Deal umfasst die Lieferung fortschrittlicher Speicher, Foundry-Dienstleistungen und spezialisierte Chipverpackung. Ziel ist es, die Produktion von KI-spezifischen Halbleitern zu optimieren und Samsungs Fertigungskapazitäten für komplexe Prozessoren zu nutzen.
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Die milliardenschweren Deals fallen mit den Bemühungen der südkoreanischen Regierung zusammen, das Land als zentralen Knotenpunkt der globalen KI-Lieferkette zu positionieren. Bei einem Treffen mit NVIDIA-CEO Jensen Huang betonte Präsident Lee Jae Myung das nationale Engagement für KI-Infrastruktur – inklusive Plänen für 5-Gigawatt-Rechenzentren und dem Einsatz von rund zwei Millionen GPUs.
NAVER, NVIDIA und Brookfield bauen KI-Fabrik aus
Ein weiteres Projekt betrifft eine Dreier-Allianz zwischen NAVER, NVIDIA und Brookfield. Die Unternehmen kündigten an, eine bestehende KI-Fabrik in Südkorea von 55 Megawatt auf 200 Megawatt bis 2028 auszubauen.
Brookfield stellt dafür bis zu neun Milliarden Euro bereit, NVIDIA investiert eine Milliarde Euro. NAVER, das den Rest finanzieren will, peilt den Aufbau von einem Gigawatt souveräner KI-Infrastruktur an. Zudem plant NAVER für die zweite Jahreshälfte 2026 den Start einer eigenen KI-Agenten-Plattform.
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Physische KI und Forschung: Hyundai setzt auf NVIDIA
Auch die Integration von KI in Robotik und physische Systeme stand auf der Agenda. Die Hyundai Motor Group stellte eine Strategie für physische KI vor, die 50.000 NVIDIA-Blackwell-GPUs umfasst. Gemeinsam mit NVIDIA will Hyundai eine Robot-Reference-Plattform etablieren, um die Entwicklung im Robotiksektor zu standardisieren – mit konkreten Anwendungen für autonome Genesis-Fahrzeuge.
Um künftige Innovationen zu fördern, baut NVIDIA seine Forschungspräsenz in der Region aus. Das Unternehmen richtet ein KI-Frontier-Lab in Südkorea ein und arbeitet mit dem KAIST-Institut an einem spezialisierten koreanischen Large Language Model (LLM). Das gemeinsame Labor soll KI-Technologie an lokale sprachliche und industrielle Anforderungen anpassen.
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