Süßstoffe: Täglicher Konsum beschleunigt Gehirnalterung um 62%
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 16:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehrere aktuelle Studien belegen: Kalorienfreie Süßungsmittel sind alles andere als harmlos. Forscher warnen vor beschleunigter Gehirnalterung und erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Täglicher Konsum beschleunigt kognitiven Abbau um 62 Prozent
Eine Langzeitstudie im Fachmagazin Neurology untersuchte über acht Jahre die Auswirkungen künstlicher Süßstoffe auf rund 13.000 Erwachsene. Das Ergebnis ist alarmierend: Wer täglich durchschnittlich 191 Milligramm zu sich nimmt, erlebt einen um 62 Prozent schnelleren kognitiven Abbau. Das entspricht einer zusätzlichen Gehirnalterung von etwa 1,6 Jahren.
Besonders betroffen: Menschen unter 60 Jahren und Diabetiker. Die Forscher identifizierten sechs von sieben untersuchten Stoffen als problematisch – darunter Aspartam, Saccharin und Erythrit. Einzige Ausnahme war Tagatose. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Eine direkte Kausalität sei noch nicht abschließend bewiesen.
Erythrit schädigt die Blut-Hirn-Schranke
Eine Studie der University of Colorado Boulder liefert nun mögliche Erklärungen für die gefundenen Zusammenhänge. Veröffentlicht im Journal of Applied Physiology, zeigt sie: Der Süßstoff Erythrit schädigt die Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke.
Die Mechanismen dahinter sind komplex. Erythrit reduziert die Produktion von Stickstoffmonoxid und erhöht gleichzeitig Endothelin-1. Die Blutgefäße verengen sich. Zudem wird die natürliche Auflösung von Blutgerinnseln behindert. In Kombination mit vermehrten freien Radikalen steigt das Risiko für ischämische Schlaganfälle deutlich an.
Täglicher Süßstoffkonsum beschleunigt Ihren kognitiven Abbau um 62% – das entspricht 1,6 Jahren zusätzlicher Gehirnalterung. Besonders betroffen: Menschen unter 60 und Diabetiker. Dieser Report zeigt Ihnen, welche Süßstoffe Sie meiden sollten und wie Sie mit antientzündlicher Ernährung und Intervallfasten gegensteuern. Jetzt Report anfordern
Eine weitere Studie in Nature Communications deutet darauf hin, dass kalorienfreie Süßstoffe auch die Signale des Vagusnervs stören. Das könnte negative Auswirkungen auf die Gedächtnisbildung haben.
Antientzündliche Ernährung senkt Demenzrisiko um 29 Prozent
Doch es gibt auch positive Nachrichten. Eine Studie des Karolinska Institutet in JAMA Network Open belegt die präventive Wirkung einer antientzündlichen Ernährung. Bei über 1.800 Teilnehmern, die reichlich Gemüse, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte aßen, sank das Demenzrisiko um 29 Prozent.
Weniger erfreulich: Das Nahrungsergänzungsmittel Glucosamin könnte gefährlich sein. Eine Untersuchung an 66.000 Patienten in Nature Metabolism zeigt, dass es das Alzheimer-Risiko bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung um 25 Prozent erhöht. Im Tiermodell überwindet Glucosamin die Blut-Hirn-Schranke und löst eine Hyperglykosylierung aus.
Bauchfett beschleunigt Gehirnalterung
Erythrit schädigt die Blut-Hirn-Schranke und erhöht Ihr Schlaganfallrisiko – das belegt eine aktuelle Studie der University of Colorado Boulder. Auch Glucosamin kann das Alzheimer-Risiko um 25% steigern. Erfahren Sie in diesem Report, welche 7 Süßstoffe gefährlich sind und wie Sie mit einem einfachen Ernährungsplan Ihr Gehirn schützen. Schutz-Report jetzt sichern
Die Hong Kong Polytechnic University liefert weitere Erkenntnisse: Besonders viszerales Bauchfett treibt die Gehirnalterung voran. Chronische Entzündungsprozesse und Schäden an der weißen Substanz sind die Folge.
Positive Effekte verspricht dagegen Intervallfasten. Eine Pilotstudie zeigt: Wer seine Mahlzeiten innerhalb eines Neun-Stunden-Fensters zu sich nimmt, verbessert räumliche Planung und Problemlösungsfähigkeiten.
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