Suizidprävention, Fälle

Suizidprävention: 10.000 Fälle jährlich – Warken plant Notfall-Netzwerk

28.06.2026 - 07:40:28 | boerse-global.de

Studien belegen: Emotionale Selbstregulation schützt vor psychischen Folgen exzessiver Social-Media-Nutzung.

EQ-Training: Emotionale Intelligenz als Schlüssel für Resilienz
Suizidprävention - Eine Person meditiert, umgeben von abstrakten, beruhigenden Farbwirbeln, die Emotionen darstellen. Fokus auf innere Ruhe und Emotionsregulierung. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Experten zeigen: Wer seinen EQ trainiert, ist nicht nur resilienter, sondern auch beziehungsfähiger.

Die digitale Emotionsfalle

Menschen mit geringer emotionaler Intelligenz reagieren in sozialen Medien besonders impulsiv. Laut Untersuchungen fehlt ihnen oft das Verständnis für den Kontext von Beiträgen. Die Folge: übereilte Kommentare und ein verstärktes Streben nach Aufmerksamkeit.

Die mangelnde Emotionskontrolle gilt als klares Defizit in der sozialen Wahrnehmung.

Wenn Social Media krank macht

Professor Dr. Julia Brailovskaia von der Ruhr-Universität Bochum untersucht die Verbindung zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und psychischen Problemen. Ihr Befund: Schlafstörungen, Depressionen sowie Angst- und Stresszustände treten bei Vielnutzern häufiger auf.

Die Schutzfaktoren sind bekannt: emotionale Selbstregulierung und bewusste Reduktion digitaler Zeitanteile.

Drei Strategien gegen emotionale Blockaden

Marianne Wellershoff hat spezifische Coaching-Ansätze vorgestellt, die gezielt auf den Umgang mit schmerzhaften Gefühlen ausgerichtet sind. Drei zentrale Strategien sollen helfen, emotionale Blockaden zu lösen und die Resilienz zu stärken.

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Kreative Prozesse können ebenfalls heilsam wirken. Sängerin Andrea Berg verwies darauf, wie persönliche Krisen und Liebeskummer als Basis für künstlerische Auseinandersetzung dienen – eine Form der emotionalen Bewältigung.

Stille Bücher gegen Handysucht

Ein praktischer Ansatz zur Stressreduktion sind Silent Book Clubs. Teilnehmer treffen sich zum gemeinsamen, stillen Lesen – soziale Interaktion ohne digitalen Druck. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit und trägt zur psychischen Erholung bei.

Die Catch-up-Culture-Falle

Ein wachsendes Problem: Freundschaften werden nur noch durch kurze Status-Updates gepflegt. Experten nennen das Catch-up-Culture und warnen vor dem Verlust emotionaler Tiefe. Die Lösung? Den Alltag wieder aktiver teilen, gemeinsame Erlebnisse ohne technischen Fokus priorisieren.

Staatliche Hilfe in Krisen

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Angesichts von jährlich 10.000 Suiziden in Deutschland plant die Politik ein Notfall-Netzwerk. Unser Leitfaden hilft Betroffenen und Angehörigen, bis dahin selbst aktiv zu werden – mit Sofort-Strategien und verlässlichen Hilfsangeboten. Kostenlosen Sofort-Leitfaden sichern

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat einen Gesetzentwurf zur Suizidprävention vorgelegt. Angesichts von jährlich etwa 10.000 Suiziden sollen eine zentrale Bundesfachstelle und eine bundesweit einheitliche Krisenrufnummer entstehen.

Fachverbände betonen: Die Hilfsangebote brauchen eine dauerhafte finanzielle Absicherung. Nur so können Menschen in akuten emotionalen Notlagen verlässlich unterstützt werden.

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