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Super Intelligence Force: Trump ernennt Jay Clayton zum KI-Beauftragten

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 03:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue US-Taskforce soll binnen 120 Tagen Chancen und Risiken von Super-Intelligenz bewerten und die staatliche Koordination stärken.

Trump ernennt Jay Clayton zum KI-Beauftragten und gründet Task Force
Das Weiße Haus in Washington D.C. während der Dämmerung, aufgenommen aus einer weiten Perspektive. Illustration mit AI erstellt.

Begleitend zu neuen Schritten in der US-Technologiepolitik hat das Weiße Haus die Plattform America.gov freigeschaltet, die nach offiziellen Regierungsangaben auf künstlicher Intelligenz aus staatlichen Quellen basiert.

Zeitgleich hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag den amtierenden Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum neuen KI-Beauftragten der Regierung ernannt. Clayton übernimmt damit zusätzlich zu seiner bestehenden Funktion als Director of National Intelligence die Leitung einer neu geschaffenen Sondereinheit, der sogenannten Super Intelligence Force.

Umfassende Koordination für Hochtechnologie

Die neu formierte Task Force soll das Zusammenspiel der Bundesregierung mit Unternehmen aus dem Bereich hochentwickelter KI koordinieren. Ebenso bindet das Gremium Verbraucher, Interessengruppen, religiöse Vereinigungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen ein.

Trump begründete den Schritt auf der Plattform Truth Social damit, die globale Führung der Vereinigten Staaten bei künstlicher Super-Intelligenz sichern zu wollen.

Diese Entwicklung sei nach Einschätzung vieler Beobachter bedeutsamer als die Industrielle Revolution sowie das Internet und diene dem Schutz der Interessen aller Bürger. Trump wies zudem das Außenministerium an, fortan die Bezeichnung Super-Intelligenz statt KI zu verwenden.

Das Gremium berichtet direkt an den Präsidenten sowie an die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles. Ihr und Clayton stehen als Vizevorsitzende der Vorsitzende der Federal Trade Commission, Andrew Ferguson, der Direktor der Personalbehörde OPM, Scott Kupor, und der Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium für Forschung und Entwicklung, Emil Michael, zur Seite.

Zur Gruppe gehören ferner Vizepräsident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent. Beratend fungieren die frühere Außenministerin Condoleezza Rice sowie der Risikokapitalgeber David Sacks, der die Rolle des KI-Beauftragten zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit innehatte, Anfang 2026 zurücktrat und seither das Beratergremium für Wissenschaft und Technologie mitführt.

Sicherheitsfokus und Beratungsauftrag binnen 120 Tagen

Die Charta der Task Force sieht vor, innerhalb von 120 Tagen einen Bericht über die Risiken und Chancen von Super-Intelligenz vorzulegen. Das Mandat umfasst die Überprüfung bestehender behördlicher Meldesysteme bei Datenpannen, Hackerangriffen und weiteren Zwischenfällen, um die staatliche Reaktionsfähigkeit im Rahmen der bestehenden Gesetze zu stärken.

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Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte Clayton, Trump habe den Zusammenschluss beauftragt, um Amerikas Spitzenposition zu halten. Das Risiko, diesen Vorsprung zu verlieren, sei hoch. Bereits im Vormonat hatte Clayton Super-Intelligenz im Gespräch mit dem Sender CNBC als Frage der nationalen Sicherheit eingestuft und Forderungen nach einem Entwicklungsstopp zurückgewiesen.

Clayton, der von 2017 bis 2020 die US-Börsenaufsicht SEC leitete und als Bundesanwalt in New York tätig war, amtierte seit August 2026 als neunter US-Geheimdienstkoordinator nach dem Ausscheiden von Tulsi Gabbard.

Politischer Kurs zwischen Selbstregulierung und Risikodebatte

Die Ernennung folgt auf ein Treffen Trumps mit Führungskräften der Branche am vorangegangenen Dienstag, an dem unter anderem Dario Amodei von Anthropic, Elon Musk von Tesla und Mark Zuckerberg von Meta teilnahmen. Mehrere Branchenunternehmen unterzeichneten im Anschluss eine Vereinbarung über freiwillige interne und externe Prüfungen, die Trump als weitreichende Selbstregulierung bezeichnete.

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Während auf Bundesebene verbindliche Regelungen des Kongresses weiterhin fehlen und lediglich Bundesstaaten wie Kalifornien eigene Transparenzvorschriften erlassen haben, reagierten Parlamentarier beider Parteien besorgt und verlangten zusätzliche Leitplanken.

Forscher verweisen auf fundamentale Gefahren der Technologie, darunter existenzielle Risiken, automatisierte Angriffe auf Webseiten sowie den Energieverbrauch großer Rechenzentren. Trump hält demgegenüber an einem regulatorisch zurückhaltenden Ansatz fest, um im Wettbewerb mit China nicht zurückzufallen, und lehnte eine Abstimmung mit Peking ab.

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