Surface Laptop Ultra: KI-Test schlÀgt MacBook Pro, hÀlt aber nur halb so lang
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 09:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deErste Testberichte und Benchmark-Analysen zum neuen Surface Laptop Ultra zeichnen ein zwiespĂ€ltiges Bild. WĂ€hrend das mit dem Nvidia RTX Spark N1X ausgestattete GerĂ€t bei ausgewĂ€hlten Aufgaben im Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz sowie bei Grafikanwendungen StĂ€rken beweist, offenbaren die Messungen deutliche Herausforderungen bei der Akkulaufzeit und der reinen Rechenleistung im Vergleich zu Apples MacBook-Pro-Reihe.
Hohe Rechenleistung bei lokalen KI-Modellen
Im Zentrum der Leistungsanalyse steht der Chip RTX Spark N1X, der in der Spitzenkonfiguration bis zu 20 Grace-Arm-CPU-Kerne mit einer Blackwell-Grafikeinheit samt 6.144 CUDA-Kernen und bis zu 128 GB Unified Memory kombiniert. Fachmedien heben insbesondere das Potenzial bei KI-Berechnungen hervor.
Im Test von Tom's Hardware mit dem Benchmark AgentPerf-Local und dem quantisierten Modell Qwen 3.8-27B benötigte das Surface Laptop Ultra 18,9 Minuten und war damit rund 25 Prozent schneller als ein MacBook Pro mit M5 Max (24,74 Minuten), wÀhrend das Vergleichssystem mit AMD Ryzen AI Max+ 395 42,1 Minuten benötigte.
Auch bei der Bildgenerierung im Test MLPerf Flux 2 Klein 4B erzielte das GerĂ€t mit 26,97 Bildern pro Minute einen Vorsprung gegenĂŒber einem VergleichsgerĂ€t mit Intel Core Ultra X9 388H, das auf 9,96 Bilder kam.
Bei der Textgenerierung in UL Procyon AI mit Phi 3.5 erreichte das System 2.703 Punkte gegenĂŒber 2.027 Punkten des Intel-basierten Lenovo IdeaPad Pro 5. Gleichzeitig zeigen Messungen mit Qwen 3.6 35B A3B Generierungsraten von 58 bis 89 Token pro Sekunde.
Tester merken jedoch an, dass einfache lokale Agentenaufgaben mit Hermes oder OpenClaw mehrere Minuten in Anspruch nehmen können und die LĂŒfter dabei unter Volllast laufen.
Defizite bei Laufzeit und thermischem Verhalten
GegenĂŒber der Konkurrenz aus Cupertino zeigen sich hingegen SchwĂ€chen bei der Energieeffizienz. In Akkutests mit 4K-Videostreaming ĂŒber YouTube hielt das Surface Laptop Ultra rund acht Stunden durch, wĂ€hrend das MacBook Pro rund 20 Stunden erreichte.
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Auch bei klassischen Anwendungsbenchmarks liegt Apple hĂ€ufig vorn: In PugetBench fĂŒr Photoshop erzielte das Surface 11.762 Punkte und in Premiere Pro 87.098 Punkte, wohingegen ein MacBook Pro mit M5 Pro Werte von 15.204 beziehungsweise 105.580 Punkten erreichte.
In Geekbench 7 erzielte das GerĂ€t 2.604 Punkte im Single-Core und 23.610 Punkte im Multi-Core-Test. Damit lag der Multi-Core-Wert zwar vor regulĂ€ren M5-Systemen, blieb jedoch rund 21 Prozent hinter dem M5 Pro zurĂŒck, das 29.659 Punkte verbuchte.
Unter extremer Dauerlast zeigten sich zudem thermische EngpĂ€sse: In Tests von qwertymag.it schaltete sich das GerĂ€t bei OpenBLAS-PrĂŒfungen mit doppelter Genauigkeit bei einer gemessenen Prozessortemperatur von 95,7 Grad Celsius mehrfach ab.
Display, Ausstattung und Preisgestaltung
Auf der Habenseite verbucht das GerĂ€t ein 15 Zoll groĂes Mini-LED-Display im 3:2-Format mit einer Auflösung von 3.270 mal 2.180 Bildpunkten, 120 Hertz und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits bei HDR-Inhalten sowie 987 Nits im SDR-Betrieb. Das GehĂ€use bringt rund zwei Kilogramm auf die Waage und bietet neben HDMI, USB-A und einem SD-Kartenleser drei USB-C-AnschlĂŒsse sowie einen magnetischen Ladeanschluss.
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Die Preisspanne reicht vom Basismodell mit 18 CPU-Kernen, 5.120 Grafikkernen und 24 GB Arbeitsspeicher ab 2.599 US-Dollar bis hin zur Maximalausstattung fĂŒr 5.899 US-Dollar. Letztere liegt damit preislich spĂŒrbar ĂŒber vergleichbar ausgestatteten Konfigurationen des MacBook Pro, was Tester angesichts von Softwarefehlern, Bildstörungen und ARM-KompatibilitĂ€tseinschrĂ€nkungen bei Spielen kritisch einordnen.
Mehr zum Thema bei The Verge: âSurface Laptop Ultra review: a different kind of MacBook Proâ
