Surface Pro & Laptop: Microsoft senkt Einstiegspreise auf 849 Euro
28.06.2026 - 16:43:55 | boerse-global.de
Die neuen Einstiegskonfigurationen des 12-Zoll Surface Pro und des 13-Zoll Surface Laptop sind ab sofort erhältlich. Doch der niedrigere Preis hat seinen Preis: Die KI-Funktionen der Zukunft bleiben außen vor.
Neue Konfigurationen für schmalere Geldbeutel
Die Geräte der zwölften Surface-Pro- und achten Surface-Laptop-Generation starten nun mit 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher. Das Surface Pro kostet damit 849 Euro, das Surface Laptop schlägt mit 949 Euro zu Buche. Beide Modelle setzen auf die Snapdragon-X2-Prozessoren von Qualcomm, die in der aktuellen Surface-Reihe zum Standard gehören.
Bisher waren die Einstiegsmodelle meist mit 16 Gigabyte RAM ausgestattet. Die Rückkehr zur 8-Gigabyte-Variante ist eine Reaktion auf die explodierenden Kosten für Speicherchips – und ein Versuch, die Marke Surface für preisbewusste Käufer attraktiv zu halten.
Der KI-Haken: Kein Copilot+ an Bord
Hier liegt das Problem: Für Microsofts KI-Initiative Copilot+ sind 16 Gigabyte RAM Pflicht. Die neuen 8-GB-Modelle erfüllen diese Voraussetzung nicht. Sie bleiben klassische Windows-Rechner ohne die versprochenen KI-Features der nächsten Generation.
Wer also auf die volle Integration künstlicher Intelligenz setzt, muss tiefer in die Tasche greifen. Die günstigeren Modelle sind aus Sicht von Microsoft schlicht „Standard-PCs“ – ohne Zugriff auf die exklusiven Copilot+-Funktionen.
Microsoft lockt mit günstigeren Surface-Modellen – doch die 8-GB-Versionen verzichten auf KI-Funktionen. Wer Copilot+ nutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Unser kostenloser Report zeigt, welche Konfiguration für Sie die richtige ist und wie Sie von den aktuellen Preistrends profitieren. Jetzt kostenlosen Kaufberater anfordern
Preisexplosion bei Speicherchips treibt die Branche um
Der Zeitpunkt der Einführung ist kein Zufall. Die gesamte Tech-Branche leidet unter massiv gestiegenen Preisen für Arbeitsspeicher und SSDs. Die Kosten haben sich in den vergangenen Monaten etwa verzweieinhalbfacht. Branchenkenner rechnen damit, dass sie bis Mitte 2027 noch einmal um das Doppelte steigen könnten. Grund ist der enorme Bedarf an Speicherchips für KI-Rechenzentren.
Microsoft ist mit dieser Entwicklung nicht allein. Auch andere Hersteller reagieren:
- Apple erhöhte am 27. Juni die Preise für mehrere Mac- und iPad-Modelle. Das MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher kostet nun 1.299 Euro, das iPad Pro mit 256 Gigabyte liegt bei 1.199 Euro.
- Valve brachte kürzlich die Steam Machine für 1.039 Euro auf den Markt und stellte klar: Preissenkungen seien aufgrund der Marktlage nicht möglich.
- Bei der Xbox Series S steht ab August 2026 eine Preiserhöhung um 20 Prozent ins Haus.
Ein Markt spaltet sich
Die Preise für Speicherchips steigen rasant – und damit auch die Kosten für leistungsfähige PCs. Microsofts neue Surface-Einstiegsmodelle sind günstig, aber ohne KI-Features. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, ob sich der Aufpreis für 16 GB RAM lohnt und wann der beste Kaufzeitpunkt ist. Surface-Kaufbericht jetzt sichern
Die neuen Surface-Modelle zeigen einen wachsenden Trend: Der PC-Markt teilt sich zunehmend in günstige Produktivitätsmaschinen und teure KI-fähige High-End-Geräte. Wer nur surfen, schreiben und tabellen will, findet bei Microsoft nun wieder einen günstigeren Einstieg. Wer die KI-Revolution mitnehmen möchte, muss deutlich mehr investieren.
Ob sich diese Strategie für Microsoft auszahlt, wird sich zeigen. Fest steht: Der Preis für den Einstieg ins Surface-Universum ist gesunken – aber die Grenzen sind klarer gezogen als je zuvor.
