TCM, Krebs

TCM bei Krebs: Akupressur lindert Übelkeit und Fatigue

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 11:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue TCM-Tutorials zeigen Akupressur gegen Chemo-Nebenwirkungen. Frühzeitige Behandlung ist laut Expertin entscheidend für den Erfolg bei Spastiken.

TCM-Akupressur bei Krebstherapie: Neue Anleitungen zur Punktlokalisation Niere 1
Eine Hand übt sanften Druck auf den Akupressurpunkt Niere 1 an der Fußsohle eines Patienten aus. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Anwendung komplementärmedizinischer Verfahren im Rahmen der Onkologie und Neurologie erfährt durch neue praxisnahe Ansätze eine verstärkte Aufmerksamkeit in der medizinischen Fachwelt.

Im Zentrum aktueller Veröffentlichungen aus der Mitte August 2026 steht dabei die gezielte Lokalisation und Stimulation des Akupressur-Punktes Niere 1. Die Ärztin Sabine Hargarter-Kornder aus Wetzlar hat hierzu neue Experten-Tutorials vorgelegt, die den Nutzen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für spezifische Krankheitsbilder unterstreichen.

Unterstützung während der Krebstherapie

Ein wesentlicher Schwerpunkt der aktuellen Fachinformationen liegt auf der Behandlung von Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen. Die begleitende Anwendung von Akupunktur oder Akupressur nach den Prinzipien der TCM kann laut den Ausführungen der Expertin einen signifikanten Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität während der Behandlung leisten.

Insbesondere die Linderung belastender Nebenwirkungen steht dabei im Fokus. Die Stimulation spezifischer Punkte, wie etwa Niere 1, ziele darauf ab, Symptome wie Übelkeit und Fatigue zu mindern.

Diese Fatigue-Erscheinungen, die sich oft in einer chronischen Erschöpfung äußern, sowie die chemotherapieinduzierte Übelkeit gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen, welche den Therapieerfolg und das Wohlbefinden der Patienten beeinträchtigen können.

Die neuen Tutorials bieten hierfür eine fachgerechte Anleitung zur präzisen Verortung des Punktes, um eine effektive Anwendung im klinischen oder häuslichen Umfeld zu ermöglichen.

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Bedeutung der frühzeitigen Behandlung bei neurologischen Folgen

Neben der onkologischen Begleitung thematisiert die Medizinerin die Relevanz der TCM in der neurologischen Rehabilitation, insbesondere nach Schlaganfällen. Ein kritischer Faktor für den Behandlungserfolg bei auftretenden Spastiken sei demnach der Zeitpunkt des Therapiebeginns.

Wie aus den aktuellen fachlichen Einschätzungen hervorgeht, ist eine frühzeitige Intervention entscheidend für die Prognose. Die Ärztin weist darauf hin, dass die Erwartungshaltung an die Behandlung angepasst werden müsse, wenn zwischen dem Ereignis und dem Therapiebeginn bereits längere Zeiträume liegen.

Sei eine Spastik nach einem Schlaganfall beispielsweise bereits seit drei Jahren manifestiert, lasse sich diese nicht mehr innerhalb von nur zwei bis drei Sitzungen erfolgreich therapieren. Diese Einschätzung verdeutlicht die Notwendigkeit einer zeitnahen Integration komplementärer Methoden in die Nachsorgepläne nach neurologischen Akutereignissen.

Integration in die medizinische Praxis

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Die Veröffentlichung der Anleitungen zur Lokalisation des Punktes Niere 1 verdeutlicht den Trend zur stärkeren Verzahnung konventioneller und komplementärer Heilmethoden. Die Expertin aus Wetzlar unterstreicht durch ihre Tutorials, dass die TCM über die bloße Symptombehandlung hinausgeht und insbesondere bei chronischen oder schwerwiegenden Krankheitsverläufen als unterstützendes Element fungieren kann.

Für die praktische Anwendung bedeutet dies, dass eine präzise Kenntnis der anatomischen Punkte Voraussetzung für die Wirksamkeit der Akupressur ist. Der Punkt Niere 1 wird dabei oft mit einer erdenden Wirkung assoziiert, die besonders in Phasen hoher körperlicher und psychischer Belastung, wie sie eine Krebstherapie oder die Rehabilitation nach einem Schlaganfall darstellen, an Bedeutung gewinnt. Die zeitliche Komponente bleibt jedoch, besonders im neurologischen Kontext, ein limitierender Faktor für die Effizienz kurzzeitiger Interventionen.

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