Telefonbetrug, EuropÀer

Telefonbetrug: EuropĂ€er verloren 2025 ĂŒber 49 Milliarden Euro

20.06.2026 - 13:18:12 | boerse-global.de

Polizei warnt vor neuer Betrugswelle mit falschen Amazon-Anrufen. Besonders Senioren sind betroffen, die SchÀden in Milliardenhöhe.

Telefonbetrug: Falsche Amazon-Mitarbeiter zielen auf Senioren
Telefonbetrug - Ein verschwommenes Smartphone-Display mit einem generischen Online-Shop-Logo, gehalten von einer Person, im Hintergrund ein besorgter Ă€lterer Mensch. 20.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

BetrĂŒger geben sich als Amazon-Mitarbeiter aus und fordern Zahlungen. Besonders Senioren sind im Visier der TĂ€ter.

Betrugsversuche in Roschbach

Am Freitag wurde ein 86-jĂ€hriger Mann aus Roschbach (Rheinland-Pfalz) gleich zweimal von Unbekannten angerufen. Die TĂ€ter gaben vor, fĂŒr Amazon zu arbeiten. Sie behaupteten, es stĂŒnden Zahlungen fĂŒr bestellte Waren aus.

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Der Senior durchschaute die Masche und legte auf. Es entstand kein finanzieller Schaden. Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut zu warnen: Seriöse Unternehmen fordern niemals telefonisch Zahlungen oder persönliche Daten.

Landeskriminalamt registriert steigende Fallzahlen

Die VorfĂ€lle reihen sich in eine bundesweite Betrugswelle ein. Am Donnerstag schlugen falsche Bankmitarbeiter im Kreis Coesfeld zu. Sie versuchten, Bankkarten und PIN-Nummern zu ergattern. Im Rems-Murr-Kreis erbeuteten BetrĂŒger mit Schockanrufen Bargeld und Gold im Wert von fĂŒnf- bis sechsstelligen EurobetrĂ€gen.

Branchenexperten beobachten eine zunehmende Professionalisierung der kriminellen Netzwerke. Die TĂ€ter arbeiten arbeitsteilig und setzen gezielt psychologische Druckmittel ein.

Milliardenverluste durch Scam

Die wirtschaftlichen SchĂ€den sind enorm. Laut einer Studie der Global Anti-Scam Alliance verloren EuropĂ€er 2025 insgesamt 49,1 Milliarden Euro durch Betrugsmaschen. In Deutschland gaben 66 Prozent der Befragten an, bereits mit Scam-Versuchen konfrontiert worden zu sein. Rund 25 Prozent der Betroffenen erlitten finanzielle Einbußen – im Schnitt 2.600 Euro pro Fall.

Zu den hĂ€ufigsten Methoden zĂ€hlen neben Telefonbetrug auch Phishing, gefĂ€lschte Online-Shops und betrĂŒgerische Messenger-Nachrichten. Besonders perfide: Die Kombination aus digitaler Kontaktaufnahme und telefonischer DruckausĂŒbung.

So schĂŒtzen Sie sich

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Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizei raten zu erhöhter Wachsamkeit. Grundregel: Banken und Online-HĂ€ndler fordern niemals telefonisch PINs, Passwörter oder Zahlungen an unbekannte Konten.

Experten empfehlen diese Maßnahmen:
- Zwei-Faktor-Authentisierung fĂŒr alle Online-Konten aktivieren
- Starke Passwörter oder Passkeys verwenden
- Misstrauisch sein bei Anrufen, die zeitlichen Druck aufbauen
- VerdÀchtige Telefonate sofort beenden und der Polizei melden

Die Ermittlungen laufen unter anderem in Waiblingen und Kassel. Die TĂ€ter setzen sowohl technische Mittel als auch psychologische Manipulation ein. Wachsamkeit bleibt der beste Schutz.

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