TeReS-System, KI-Pflegeplattform

TeReS-System: KI-Pflegeplattform startet im Oberbergischen Kreis

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neues KI-System TeReS startet im Bergischen Land und Köln, um Angehörige zu entlasten und die Pflegeberatung zu modernisieren.

TeReS: KI-gestütztes Pflegeberatungssystem startet im Oberbergischen Kreis
Ein älterer Mensch nutzt ein Tablet mit einer modernen Gesundheits-App in einer hellen, freundlichen Wohnumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Oberbergischen Kreis ist am Freitag der offizielle Startschuss für das innovative Pflegeberatungssystem TeReS gefallen. Die Abkürzung steht für ein Projekt, das mittels künstlicher Intelligenz (KI) die digitale Pflegehilfe fördern und pflegende Angehörige entlasten soll. Durch die Kombination aus mobilen Anwendungen und spezialisierten Beratungswerkzeugen zielt die Initiative darauf ab, die wachsende Herausforderung der häuslichen Pflege mit technologischen Lösungen zu adressieren.

Digitales Ökosystem für Angehörige und Fachberater

Das System TeReS ist modular aufgebaut und umfasst zwei zentrale Säulen. Den Kern für die private Nutzung bildet eine App, die sich gezielt an pflegende Angehörige richtet. Diese Anwendung soll als erste Anlaufstelle dienen, um Informationen bereitzustellen und Unterstützung im Pflegealltag zu organisieren. Parallel dazu wurde ein spezielles KI-Beratungstool für die Mitarbeiter in den professionellen Pflegeberatungsstellen entwickelt.

Dieses Werkzeug soll die Berater bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen, indem es komplexe Informationen strukturiert aufbereitet und so eine effizientere Fallbearbeitung ermöglicht. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die Beratungsstellen spürbar zu entlasten. Gleichzeitig soll durch das niederschwellige digitale Angebot sichergestellt werden, dass Pflegebedürftige und ihre Familien bereits zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt Unterstützung finden, als dies in den bisherigen analogen Strukturen oft der Fall war.

Pilotregionen im Bergischen Land und Köln

Die Einführung des Systems erfolgt zunächst im Rahmen einer Pilotphase. Als zentrale Modellregionen fungieren der Oberbergische Kreis sowie der Kölner Stadtteil Rodenkirchen. In der praktischen Umsetzung konzentriert sich der Betrieb vorerst auf die Standorte Bergneustadt, Gummersbach und Lindlar sowie auf ausgewählte Bereiche in Köln.

Anzeige

Wer sich mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz befasst, muss heute auch die rechtlichen Rahmenbedingungen wie den EU AI Act im Blick behalten. Dieser kostenlose Leitfaden bietet Unternehmen einen kompakten Überblick über alle neuen Anforderungen, Pflichten und Fristen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Diese regionale Eingrenzung erlaubt es den Projektbeteiligten, die Anwendung unter realen Bedingungen zu testen und die Interaktion zwischen der digitalen Plattform und den lokalen Beratungsstrukturen zu optimieren. Die Ergebnisse aus diesen Gebieten sollen als Grundlage für eine mögliche spätere Ausweitung des Programms dienen.

Hintergrund und wissenschaftliche Begleitung

Die Notwendigkeit für technologische Unterstützung in der Pflege wird durch statistische Erhebungen verdeutlicht. Im Jahr 2024 verzeichnete Nordrhein-Westfalen insgesamt 1,39 Millionen Pflegebedürftige. Ein signifikanter Anteil dieser Gruppe, nämlich 87 Prozent, wurde zu diesem Zeitpunkt im häuslichen Umfeld versorgt. Angesichts dieser Zahlen und des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflegeberatung gewinnen KI-gestützte Assistenzsysteme an Bedeutung, um die Versorgungsqualität aufrechtzuerhalten.

Anzeige

Während KI-Systeme neue Chancen in der Pflegeberatung eröffnen, stellen sie Organisationen gleichzeitig vor komplexe Compliance-Fragen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Anwendungen als Hochrisiko eingestuft werden und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act herunterladen

Um die Wirksamkeit und die Akzeptanz des neuen Systems fundiert zu bewerten, wird das Projekt TeReS wissenschaftlich flankiert. Die Universität Köln übernimmt die Begleitforschung und analysiert, inwieweit die KI-gestützte Beratung tatsächlich zu einer Entlastung der Akteure führt und welche Auswirkungen die digitale Komponente auf die Beratungsqualität hat. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler sollen dazu beitragen, die Brücke zwischen technologischer Innovation und pflegerischer Praxis dauerhaft zu schlagen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69903667 |