USA, Iran

Musks Satelliten-Internet Starlink kostenlos im Iran

13.01.2026 - 23:01:43 | dpa.de

Terminals fĂŒr das Satelliten-Internet von Starlink sind im Iran verboten. Dennoch sollen Zehntausende davon im Land sein. Das Unternehmen von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk kommt den Nutzern entgegen.

Starlink-Terminals sind im Iran verboten, werden aber ins Land geschmuggelt. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Starlink-Terminals sind im Iran verboten, werden aber ins Land geschmuggelt. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Angesichts von Internet-Blockaden im Iran hat Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ihren Satelliten-Dienst fĂŒr das Land kostenlos gemacht. Entsprechende Informationen von Aktivisten wurden dem Finanzdienst Bloomberg von SpaceX-Kreisen bestĂ€tigt. SpaceX machte dazu zunĂ€chst keine offiziellen Angaben. Die iranische Regierung greift angesichts der landesweiten Proteste seit Tagen zu weitreichenden Internetsperren.

Um Starlink zu nutzen, braucht man spezielle Antennen und EmpfangsgerĂ€te. Sie sind im Iran verboten, werden aber dennoch ins Land geschmuggelt. Nach frĂŒheren SchĂ€tzungen könnten sich etwa 20.000 der Terminals im Land befinden. Die Gruppe Holistic Resilience, die fĂŒr Internet-ZugĂ€nge im Iran sorgen will, geht inzwischen sogar von mehr als 50.000 GerĂ€ten aus, wie ihr Chef Ahmad Ahmadian Bloomberg sagte.

Schwerer zu blockieren

Die kompakten Terminals kommunizieren direkt mit Starlink-Satelliten, was sie unabhĂ€ngiger von Maßnahmen von Regierungen macht. Iranischen Behörden gelang es aber Medienberichten zufolge bereits, den Starlink-Empfang teilweise zu stören.

Starlink-Systeme werden auch von der ukrainischen Armee eingesetzt. Sie waren besonders wichtig zu Beginn des Krieges, nachdem die russischen Angreifer herkömmliche Telekommunikations-Infrastruktur zerstört hatten. Starlink stellte die GerĂ€te dabei zunĂ€chst selbst zur VerfĂŒgung, inzwischen gibt es einen Vertrag mit dem Pentagon fĂŒr die Versorgung der Ukraine. 

Bis dahin konnte Musk ĂŒber die Verwendung von Starlink bestimmen. So sagte der Tech-MilliardĂ€r seinem Biografen Walter Isaacson, dass er sich geweigert habe, auf Bitten der Ukraine die Starlink-Versorgung in der NĂ€he der von Russland besetzten Halbinsel Krim freizuschalten, und damit einen Angriff auf russische Truppen verhindert habe.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 68484408 |

Weitere Meldungen

Trump gibt Teheran nur noch wenig Zeit Waffenruhe auf der Kippe: Der Iran setzt auf StÀrke, Trump erhöht den Druck. (Ausland, 23.04.2026 - 05:57) weiterlesen...

Drei Tote bei Angriff im Libanon - Journalistin unter Opfern. Bei israelischen Luftangriffen gerieten jetzt nach libanesischen Berichten auch Journalistinnen in die Schusslinie. Im SĂŒdlibanon kommt es trotz der Waffenruhe weiter zu tödlichen ZwischenfĂ€llen. (Ausland, 23.04.2026 - 00:30) weiterlesen...

US-Botschaft rÀt Amerikanern, den Libanon zu verlassen. Die US-Botschaft richtet sich mit einer Sicherheitswarnung an Amerikaner in dem Land. Aktuell gilt eine Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel - doch es gibt Hinweise, dass sie wackelt. (Ausland, 22.04.2026 - 22:23) weiterlesen...

Leavitt spielt iranische Angriffe auf Frachter herunter. Jetzt nehmen iranische KrĂ€fte Schiffe unter Beschuss - und das Weiße Haus reagiert. Die Öffnung der Straße von Hormus gehört zu den zentralen Forderungen der USA an den Iran. (Ausland, 22.04.2026 - 22:19) weiterlesen...

Zwei Tote bei Luftangriff im Libanon - Journalistin verletzt. Bei israelischen Luftangriffen gerieten jetzt nach libanesischen Berichten auch Journalistinnen in die Schusslinie. Im SĂŒdlibanon kommt es trotz der Waffenruhe weiter zu tödlichen ZwischenfĂ€llen. (Ausland, 22.04.2026 - 21:19) weiterlesen...

Netanjahu: Israel bereit fĂŒr Verteidigung und Angriff. Israel sieht sich laut Regierungschef Netanjahu fĂŒr alle Szenarien gerĂŒstet. US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Waffenruhe im Iran-Krieg verlĂ€ngert – die Lage bleibt jedoch brandgefĂ€hrlich. (Ausland, 22.04.2026 - 19:19) weiterlesen...