Tesla Optimus: Musk erwägt Miete statt Verkauf wegen hoher Baukosten
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer US-Elektroautobauer Tesla plant, seinen humanoiden Roboter Optimus zunächst eher zu vermieten als direkt zu verkaufen. Konzernchef Elon Musk erklärte auf der 33. Baron Investment Conference, dass das Unternehmen die Roboter voraussichtlich eher vermieten werde. Als wesentlichen Grund für diese Überlegung nannte Musk die anfänglichen Produktionskosten der Einheiten.
Eine endgültige Entscheidung sei dies allerdings noch nicht. Weder nannte Tesla konkrete Miet- oder Verkaufspreise, noch schaltete das Unternehmen bislang eine Bestellseite frei. Auf der Plattform X stellte Musk laut Berichten klar, dass Optimus letztlich sowohl zur Miete als auch zum Kauf verfügbar sein werde.
Fertigungskosten und Produktionshochlauf in Fremont
Nach Angaben von Musk liegen die internen Baukosten für Tesla anfangs bei rund 30.000 US-Dollar pro Roboter und sollen später auf etwa 20.000 US-Dollar sinken. Dabei handele es sich ausdrücklich um reine Fertigungskosten und nicht um einen Endpreis für Kunden.
Ein kolportierter Listenpreis von rund 20.000 US-Dollar beziehungsweise etwa 17.300 Euro ist bislang von Tesla nicht offiziell bestätigt worden. Auch Anzahlungen, Reservierungsdetails oder vertragliche Bedingungen hat das Unternehmen bisher nicht festgelegt.
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Die Fertigung von Optimus läuft seit Oktober 2026 im Werk in Fremont auf einer Linie, die auf eine Kapazität von einer Million Einheiten pro Jahr ausgelegt ist. Bis zum Erreichen der vollen Auslastung von 20.000 Einheiten pro Woche wird jedoch noch mit mindestens einem Jahr gerechnet.
Zeitplan für externe Auslieferungen
Gerüchte über einen Beginn von Reservierungen im Dezember 2026 wies Musk Anfang November 2026 auf X zurück. Der Konzernchef bestätigte stattdessen einen Zeitrahmen, nach dem erste Lieferungen an externe Unternehmen sowie mögliche Verkäufe an Privatkunden für die zweite Hälfte des Jahres 2027 anvisiert werden.
Lieferungen an Drittunternehmen gegen Ende 2027 sind allerdings noch nicht offiziell bestätigt. Die Bereitstellung einer AI5-Version wird für etwa April 2027 erwartet.
Der Zeitplan bleibt laut Musk abhängig von der Bewältigung technischer Herausforderungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Autonomie und Elektromechanik. Als eine besondere technische Hürde gelten die Hände des Optimus-Roboters. Musk bezeichnete das System dennoch als fünfmal produktiver als einen durchschnittlichen menschlichen Arbeiter.
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Marktumfeld und Software-Abonnements
Im Markt für humanoide Roboter existieren bereits unterschiedliche Preismodelle: Für das Modell 1X NEO Home werden monatliche Raten von rund 499 US-Dollar aufgerufen, während für den Roboter Agility Digit eine Servicegebühr von rund 8.500 US-Dollar pro Monat anfällt. Bei einer fiktiven Monatsmiete von 499 US-Dollar würde sich ein Fertigungsaufwand von 30.000 US-Dollar nach etwa 60 Monaten amortisieren.
Ein Modell auf Miet- oder Abonnementbasis knüpft an Teslas wachsende Erlöse aus wiederkehrenden Softwaregebühren an. Bei der Fahrassistenzsoftware FSD erreichte Tesla im dritten Quartal 2026 einen Rekord an Abonnenten, wobei 75 Prozent der Neubestellungen in Nordamerika auf diese Option entfielen. Der jährliche FSD-Umsatz nähert sich nach Angaben von Tesla der Marke von einer Milliarde US-Dollar.
