Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Reservierungen für Privatkunden sollen Anfang Dezember starten

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 22:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Serienfertigung in Fremont läuft seit Oktober; private Vorbestellungen werden für Dezember erwartet, Auslieferungen wohl erst später.
Eine moderne, hochtechnisierte industrielle Fertigungsanlage mit automatisierten Montagelinien in einer großen Fabrikhalle. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Konzern Tesla bereitet die Öffnung des Reservierungssystems für seinen humanoiden Roboter Optimus für Privatkunden vor. Medienberichten zufolge wird dieser Schritt für Anfang Dezember 2026 erwartet. Es wäre das erste Mal, dass Privatpersonen eine Vorbestellung für das System aufgeben können.

Laut dem Investor Modar Alaoui von ALM Ventures fällt der avisierte Start zeitlich mit der Branchenkonferenz The Humanoids Summit zusammen, die am 1. und 2. Dezember in San Mateo stattfindet.

Erste Charge und Zeitplan für Auslieferungen

Die erste für Vorbesteller vorgesehene Charge soll die Modellversion Optimus V3 umfassen. Der erwartete Preis liegt bei über 20.000 US-Dollar, während über die Höhe einer möglichen Reservierungsgebühr bislang keine Angaben vorliegen. Interessenten müssen sich zudem auf längere Wartezeiten einstellen: Eine tatsächliche Auslieferung an Privatkunden wird voraussichtlich erst etwa ein Jahr nach der Reservierung erfolgen.

Im laufenden Plan des Unternehmens haben gewerbliche Abnehmer Vorrang. Erste Auslieferungen an externe Kunden stellt Tesla für den Zeitraum um Ende 2027 in Aussicht. Zu Beginn sollen Industrieunternehmen beliefert werden, die den Roboter für gefährliche und repetitive Tätigkeiten einsetzen wollen.

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Privatkunden folgen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Für den Markt in der DACH-Region gibt es bislang weder einen bestätigten Starttermin noch eine offizielle Preisangabe oder regulatorische Zulassung.

Serienproduktion in Fremont angelaufen

Um Fertigungskapazitäten für das Projekt zu schaffen, stellte Tesla bereits im Januar die Produktion der Fahrzeugmodelle Model X und Model S ein und baute Teile des Werks im kalifornischen Fremont um.

Am 21. Oktober 2026 begann dort die Fertigung von Optimus-Robotern in Serienqualität auf Hochvolumenlinien. Die ersten Einheiten sind für den internen Einsatz bestimmt. Zahlen zu Stückzahlen, Ausschussquoten, Produktionskosten oder der Betriebszeit gab das Unternehmen nicht bekannt.

Die Anlage in Fremont ist auf eine Designkapazität von 1 Mio. Robotern pro Jahr ausgelegt, wobei Tesla keine konkrete Output-Prognose nannte. Im Earnings-Call zum dritten Quartal 2026 erklärte Elon Musk, die angestrebte Produktionsrate von 20.000 Einheiten pro Woche sei mindestens ein Jahr oder etwas länger entfernt.

Dieses Ziel entspricht auf das Jahr gerechnet einer Stückzahl von 1,04 Mio. Einheiten und damit der vollen Designrate des Werks. Bis Ende 2027, so Musk, sollten auch bestehende Herausforderungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Elektromechanik und Laufzeit überwunden sein.

Technische Hürden und Trainingsinfrastruktur

Musk bezeichnete den Produktionsanlauf als etwas holprig und betonte, dass rund 10.000 Einzelfaktoren reibungslos funktionieren müssten. Als größte Hürde gelten die Roboterhände.

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Neben der Handmechanik verzeichnet das Projekt Herausforderungen bei Haltbarkeit, Sicherheit und in den Lieferketten, unter anderem bei Seltenerdmagneten. Für etwa April 2027 ist zudem die Integration des AI5-Chips in den Roboter geplant, dessen Produktion im Terafab-Werk in Texas erfolgen soll.

Um die Modelle zu schulen, errichtet das Unternehmen mit der Optimus Academy eine eigene Trainingsanlage. Nach Konzernangaben müssen 10.000 bis 20.000 Einheiten gefertigt werden, um durch Beobachtung, Übung und Simulation das erforderliche Datenmaterial zu erzeugen.

Für die Datengewinnung mittels Motion-Capture rekrutiert Tesla Personal im Schichtbetrieb in Austin sowie in Fremont und Milmont. Zudem gaben Engineering-Vizepräsident Lars Morawie und Cybercab-Projektleiter Eric Eriksen an, dass Optimus gegenwärtig als Übergangslösung dafür trainiert wird, Ladekabel für Robotaxis ein- und auszustecken.

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