Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss für 3,3 Billionen Dollar
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 00:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAktionärsausschüsse prüfen gemeinsame Zukunft
- Tesla und SpaceX haben auf Wunsch von Aktionären spezielle Ausschüsse für die Prüfung eines Zusammenschlusses gebildet.
- Elon Musk gehört den Ausschüssen wegen möglicher Interessenkonflikte nicht an.
- Für den Schritt wäre die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre nötig.
- SpaceX wird mit mehr als 1,9 Billionen Dollar bewertet, Tesla mit rund 1,48 Billionen Dollar.
Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss
Die von Elon Musk geführten Unternehmen Tesla und SpaceX prüfen einen Zusammenschluss. Auf Wunsch von Aktionären haben der Autobauer und die Weltraumfirma dafür spezielle Ausschüsse gebildet, wie Musk in einer Videokonferenz zu den Quartalszahlen von SpaceX sagte.
Musk bleibt aus Ausschüssen heraus
Musk ist wegen möglicher Interessenkonflikte nicht Teil der Ausschüsse. Er ist Großaktionär beider Unternehmen; seine Beteiligungen bilden die Grundlage seines auf rund 920 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens.
Über eine Fusion wird seit Längerem spekuliert. Musk sagte nun, er persönlich halte einen Zusammenschluss für eine gute Idee. Zugleich schränkte er ein, es wäre übertrieben zu sagen, dass es mit Sicherheit dazu kommen werde.
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Aktionärszustimmung bleibt erforderlich
Für einen solchen Schritt wäre laut Musk die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre erforderlich. Damit steht neben der Prüfung durch die Ausschüsse eine zentrale gesellschaftsrechtliche Hürde bevor.
Milliardenbewertungen treffen auf neue Geschäftsfelder
SpaceX ist an der Börse aktuell mehr als 1,9 Billionen Dollar wert, Tesla rund 1,48 Billionen Dollar. Ein Zusammenschluss wäre damit die bisher gewichtigste Fusion zweier Unternehmen.
Teslas hohe Bewertung hängt stark an Musks Plänen, das Unternehmen vom Verkauf von Elektroautos auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter umzustellen. In beiden Bereichen steht Tesla im Wettbewerb mit anderen Anbietern.
SpaceX startete als Raketenunternehmen, erzielt sein Geld inzwischen aber vor allem mit dem Satelliteninternetdienst Starlink und KI-Rechenzentren.
Die Prüfung eines Zusammenschlusses würde zwei Unternehmen verbinden, deren Geschäftsmodelle und Börsenbewertungen stark auf künftigen Wachstumsversprechen beruhen. Tesla steht vor dem Wandel vom Elektroautohersteller zu einem Anbieter autonomer Fahrdienste und humanoider Roboter. SpaceX hat sich vom Raketenunternehmen zu einem Konzern mit Satelliteninternet und zusätzlichen Rechenzentrumsvorhaben entwickelt.
Besonders relevant ist die Rolle Elon Musks. Er führt beide Unternehmen und ist zugleich Großaktionär. Die von ihm genannten Interessenkonflikte erklären, warum er nach der Darstellung der Meldung nicht in den eigens gebildeten Ausschüssen sitzt. Für die Tesla-Seite wäre zudem die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Aktionäre erforderlich.
Bewertung und mögliche Folgen
Die genannten Unternehmenswerte von mehr als 1,9 Billionen Dollar für SpaceX und rund 1,48 Billionen Dollar für Tesla machen den Vorgang auch für die Kapitalmärkte außergewöhnlich. Eine Fusion könnte Teslas Anleger unmittelbar mit den Risiken und Ertragschancen des Raumfahrt- und Satellitengeschäfts verbinden. Umgekehrt würde SpaceX stärker von Teslas umkämpftem Automobil- und Technologiemarkt abhängig.
Für Beschäftigte, Kunden und Investoren wären vor allem die nächsten formalen Schritte entscheidend: die Arbeit der Ausschüsse, mögliche Bedingungen der Transaktion und eine Abstimmung der Tesla-Aktionäre. Musks Zustimmung zu der Idee bedeutet daher noch keinen vollzogenen Zusammenschluss.

