Thunderbolt, OWC-Gehäuse

Thunderbolt 5: OWC-Gehäuse erreicht 32 Terabyte Kapazität

20.06.2026 - 03:33:46 | boerse-global.de

Externe Thunderbolt-5-Gehäuse und interne PCIe-Gen5-Karten erreichen neue Höchstleistungen bei Datentransferraten und Kapazitäten.

Thunderbolt 5 und PCIe Gen5: Neue Ära für Datenspeicher
Thunderbolt - Close-up of high-performance Thunderbolt 5 NVMe RAID storage devices with metallic finishes and subtle LED indicators, connected to a workstation. 20.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Mit Thunderbolt 5 und PCIe Gen5 erreichen externe und interne Speicherlösungen völlig neue Leistungsdimensionen – ein Segen für Videoproduzenten, Virtualisierungsexperten und alle, die mit riesigen Datenmengen arbeiten.

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Thunderbolt 5: Externe Gehäuse auf dem Vormarsch

Die neue Schnittstelle setzt Maßstäbe. OWC brachte mit dem Express 4M2 Ultra ein DIY-RAID-Gehäuse auf den Markt, das Thunderbolt 5 voll ausreizt. Es fasst bis zu vier M.2-SSDs und erreicht so eine maximale Kapazität von 32 Terabyte – vorausgesetzt, man verbaut 8-TB-Laufwerke. Die technischen Daten sprechen für sich: Bis zu 6.622 MB/s Durchsatz sind möglich, unterstützt werden die RAID-Modi 0, 1, 4, 5 und 10. Das Gehäuse bleibt abwärtskompatibel zu Thunderbolt 4, Thunderbolt 3 und USB4.

Parallel dazu brachte TerraMaster im Frühjahr das D1 SSD Pro auf den Markt. Dieses lüfterlose Thunderbolt-5-Gehäuse für M.2-NVMe-Laufwerke erreicht im Test mit einer Samsung 990 Pro beeindruckende 7.061 MB/s beim Lesen und 6.816 MB/s beim Schreiben. Mit rund 230 Euro richtet es sich an Nutzer aktueller Mac-Modelle und Windows-11-Systeme, die schnelle, portable Speicherlösungen benötigen.

PCIe Gen5: Interne Speicherwunder

Während sich die externen Schnittstellen rasant entwickeln, setzen interne Lösungen neue Bestmarken. Die HighPoint Rocket 1604L ist ein Paradebeispiel. Die PCIe-Gen5-x16-Karte kostet rund 370 Euro und bietet Platz für vier M.2-NVMe-SSDs – jede mit eigener Gen5-x4-Anbindung.

Die Testergebnisse sind atemberaubend: Mit vier Samsung 9100 PRO-Laufwerken bestückt, erreicht die Karte sequenzielle Leseraten von 55,6 GB/s und satte 10,1 Millionen 4K-Zufallsschreib-IOPS. Voraussetzung sind Mainboards mit x4/x4/x4/x4-Bifurkation – diese Leistungsklasse bleibt High-End-Workstations vorbehalten.

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Enterprise-NAS: Lizenzfrei und hochskalierbar

Im Unternehmenssektor zeichnet sich ein Trend zu lizenzfreien Speicherlösungen ab, die sich nahtlos in bestehende Hardware-Ökosysteme einfügen. Ubiquiti erweiterte sein Portfolio um das UniFi Enterprise NAS (ENAS). Das 3U-Rackmount-Gerät kostet rund 3.700 Euro und setzt auf das ZFS-Dateisystem. Es verfügt über 16 SATA-Einschübe, 64 GB ECC-RAM und einen Arm-Neoverse-N2-Prozessor.

Das ENAS ist für Kapazitäten jenseits von 1 Petabyte ausgelegt und bietet duale 25GbE-Ports sowie 10GbE-RJ45-Anschlüsse. NVMe kommt primär als Cache zum Einsatz. Der Fokus liegt auf Datenintegrität durch RAID-Z-Konfigurationen und Snapshots. Zudem unterstützt das System iSCSI für VM-Migrationen unter Proxmox und VMware.

Das Ökosystem wächst mit

Auch die Peripherie passt sich an. AJA Video Systems präsentierte im Juni auf der InfoComm das Io Xpand – ein Thunderbolt-5-PCIe-Erweiterungsgehäuse mit bis zu 6.000 MB/s bidirektionaler Bandbreite für professionelle I/O-Karten.

Die Softwarewelt hinkt nicht hinterher. Google führte im März mit Android 16 QPR3 einen Desktop-Modus für Pixel-8-Geräte und neuere Modelle ein. Diese können nun Thunderbolt-Docks für Fensterverwaltung und Peripherie nutzen. Auch Medienverwaltungs-Tools wie OffShoot 26.2 integrieren inzwischen Firmware-Checks für OWC-Medienkarten – ein Zeichen für die zunehmende Vernetzung von Hard- und Software.

Western Digital bedient derweil das mobile Segment mit dem My Passport Pro. Das kompakte RAID-Laufwerk bietet Hardware-RAID 0 und 1 mit Kapazitäten bis zu 4 TB. Es ist die schlanke Alternative zu den großen Thunderbolt-5-Desktop-Gehäusen – und verspricht die Zuverlässigkeit, die Außeneinsätze erfordern.

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