TinyRetroPad, Ehemaliger

TinyRetroPad: Ehemaliger Microsoft-Ingenieur baut 2,5-KB-Editor

Veröffentlicht am: 02.07.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Ex-Microsoft-Ingenieur prÀsentiert mit TinyRetroPad einen extrem schlanken Texteditor, der bewusst auf moderne Zusatzfunktionen verzichtet.

TinyRetroPad: 2,5-Kilobyte-Editor als Gegenentwurf zu KI-Software
Minimalistische Retro-Texteditor-OberflĂ€che auf altem CRT-Monitor mit leuchtend grĂŒnem Pixeltext. Illustration mit AI erstellt.

Dave Plummers TinyRetroPad ist ein minimalistischer Texteditor, der mit gerade einmal 2,5 Kilobyte auskommt – und bewusst auf KI, Telemetrie und anderen Ballast verzichtet.

ZurĂŒck zu den Wurzeln: Was TinyRetroPad kann

WĂ€hrend das moderne Windows-Notepad lĂ€ngst Cloud-Funktionen und KI-Tools integriert hat, setzt Plummer auf das Wesentliche. Der Editor bietet eine vollstĂ€ndige MenĂŒleiste, Suchen-und-Ersetzen-Funktionen, eine Schriftartenauswahl und DruckunterstĂŒtzung. Das klingt unspektakulĂ€r – und genau das ist die Idee.

„Das ist old-school Windows pur", beschreibt Plummer das Konzept. Keine Hintergrundtelemetrie, keine datensammelnden Assistenten, kein „AI Slop", wie er es nennt. Stattdessen: pure Textverarbeitung.

Technische Meisterleistung in Assembler

Die beeindruckende Kompaktheit erreicht Plummer durch den Einsatz von Assembler (MASM) in Kombination mit dem Crinkler-Kompressionstool. FĂŒr die Textdarstellung nutzt er das RICHEDIT50W-Control aus der Windows-API – bewĂ€hrte Technik statt moderner Over-Engineering.

Der Quellcode ist auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz verfĂŒgbar. TinyRetroPad reiht sich damit in eine Serie von Plummers minimalistischen Projekten ein, zu denen auch HelloAssembly und DTE gehören.

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Trend zur Effizienz: Mehr als nur Nostalgie?

Die Veröffentlichung fĂ€llt in eine Zeit wachsenden Interesses an ressourcenschonender Software. Erst Anfang der Woche veröffentlichte Microsoft ein optionales Update fĂŒr Windows 11, das die Startgeschwindigkeit des Datei-Explorers verbessern soll – unter anderem durch eine Neugestaltung der Startseite und die Behebung von Adressleisten-Fehlern.

Noch radikaler geht das HamsterOS-Projekt vor: Ein 32-Bit-GUI-Betriebssystem, das auf eine einzige Diskette fĂŒr 386er-Rechner passen soll. Der Start ist fĂŒr November 2026 geplant.

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Ob TinyRetroPad den Durchbruch schafft? Die Nachfrage nach schlanken Alternativen wĂ€chst jedenfalls. Vielleicht ist weniger manchmal doch mehr – auch in der Softwareentwicklung.

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