Tokenisierte Einlagen: Quant baut Infrastruktur für 25 US-Finanzinstitute
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Zahlungsdienstleister The Clearing House setzt bei seiner Initiative für tokenisierte Einlagen auf das Technologieunternehmen Quant. Wie aus Branchenberichten vom 24. September 2026 hervorgeht, übernimmt Quant die Interoperabilitäts-, Orchestrierungs- und Transaktionsmanagementschicht für das geplante Netzwerk. Über diese Infrastruktur sollen Finanzinstitute künftig tokenisierte Einlagen untereinander abrechnen und abwickeln können.
Anbindung an bestehende Abwicklungssysteme
Das neue Netzwerk soll eine Brücke zwischen neuartigen Abwicklungswegen und etablierten Zahlungssystemen schlagen. Quant liefert dafür Komponenten zur Orchestrierung und Transaktionsverwaltung sowie Schnittstellen zu bestehenden Fiat-Zahlungssystemen. Konkret ist eine Anbindung an die bestehenden Netze Real-Time Payments (RTP) und Clearing House Interbank Payments System (CHIPS) vorgesehen.
Über RTP und CHIPS wickelt The Clearing House bereits heute Interbankabwicklungen in Zentralbankgeld ab. Das tägliche Transaktionsvolumen über die Netze des Betreibers beläuft sich auf mehr als 2 Billionen US-Dollar.
Während 25 große US-Finanzinstitute ein gemeinsames Netz für tokenisierte Einlagen aufbauen, entscheidet sich, wer beim Interbank-Clearing künftig vorne liegt. Wer seine Interoperabilität mit RTP und CHIPS jetzt vorbereitet, ist beim geplanten Start im ersten Halbjahr 2027 nicht der Nachzügler. Der kostenlose Report zeigt die konkreten Schritte. Strategie-Report jetzt anfordern
Durch die Integration mit den Bestandsnetzen soll das neue System sofortige Abwicklungen sowie bedingungsabhängige, automatisierte Zahlungen unterstützen. Gleichzeitig zielt das Vorhaben darauf ab, manuelle Arbeitsschritte bei der Verarbeitung zu reduzieren.
Geplanter Start im ersten Halbjahr 2027
Die sogenannte On-Chain-Money-Initiative war im Juni 2026 erstmals vorgestellt worden. Während zum Start des Projekts 16 Banken genannt wurden, wird das Vorhaben inzwischen von 25 großen US-Finanzinstituten getragen. Zu den beteiligten Häusern zählen unter anderem die Bank of America, Citi, J.P. Morgan, Wells Fargo, HSBC, BNY, PNC, U.S. Bank sowie Truist.
Manuelle Arbeitsschritte und unklare regulatorische Einordnung bremsen tokenisierte Einlagen aus — noch bevor das Netzwerk für teilnehmende Institute überhaupt verfügbar ist. Dieser Leitfaden ordnet ein, was heute schon gilt und was erst geplant ist, damit Ihre Roadmap nicht auf Annahmen aufbaut. Roadmap On-Chain-Money jetzt sichern
Das Vorhaben soll Interbankzahlungen mit tokenisierten Einlagen im regulierten Bankenumfeld ermöglichen und Abwicklungszeiten verkürzen. Für die teilnehmenden Institute plant The Clearing House die reguläre Verfügbarkeit des Netzwerks für das erste Halbjahr 2027. Bis dahin sollen die technischen Voraussetzungen für die Interoperabilität zwischen den Instituten und die Verbindung zu den zentralen Abrechnungssystemen geschaffen werden.
