EU: Weitgehendes Verbot von Quecksilber-ZahnfĂŒllungen
10.04.2024 - 19:32:42 | dpa.deDas EU-Parlament hat grĂŒnes Licht fĂŒr ein weitgehendes Verbot von quecksilberhaltigen ZahnfĂŒllungen ab 2025 gegeben. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in BrĂŒssel fĂŒr das Vorhaben, wie das Parlament mitteilte.
Ziel ist es, Gesundheit und Umwelt vor den schĂ€dlichen Auswirkungen von Quecksilber zu schĂŒtzen. Ausnahmen soll es geben, wenn ein Zahnarzt oder eine ZahnĂ€rztin eine solche FĂŒllung etwa aufgrund von medizinischen BedĂŒrfnissen des Patienten fĂŒr unbedingt erforderlich hĂ€lt.
Durch das Einatmen von QuecksilberdÀmpfen können Gehirn, Lunge, Nieren und das Immunsystem dauerhaft geschÀdigt werden. In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern und Leuchtstoffröhren verwendet.
Trotz weniger schĂ€dlicher Alternativen werden nach Angaben des Parlaments in der EU jĂ€hrlich immer noch rund 40 Tonnen Quecksilber fĂŒr Zahnamalgam verwendet. Derzeitige Vorschriften wĂŒrden solche FĂŒllungen nur bei Kindern unter 15 Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Frauen verbieten.
Vertreterinnen und Vertreter des Parlaments und der EU-Staaten hatten sich bereits grundsĂ€tzlich auf die neuen Vorgaben geeinigt, beide Institutionen mĂŒssen den Deal aber formell absegnen. Aufseiten des Parlaments ist dies nun passiert. Dass die EU-Staaten ebenfalls zustimmen, gilt als Formsache. Die Einigung geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurĂŒck.
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