Trump-Untersuchung, USA

Trump-Untersuchung: USA drohen Zölle gegen EU-Strafzahlen

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 05:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach milliardenschweren EU-Strafen gegen Google, Apple und Meta drohen neue US-Zölle auf europÀische Waren.

USA leiten Untersuchung gegen EU-Handelspraktiken ein
Flaggen der USA und der EU spiegeln sich in der Glasfassade eines modernen BĂŒrogebĂ€udes. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

US-PrÀsident Trump hat am 24. Juli 2026 eine formelle Untersuchung der EU-Handelspraktiken eingeleitet. Auslöser sind milliardenschwere Strafen gegen amerikanische Tech-Konzerne.

Die sogenannte Section-301-Untersuchung könnte zu massiven Zöllen auf europĂ€ische Waren fĂŒhren. Der Schritt erfolgte unmittelbar nachdem die EU Google am 23. Juli mit 890 Millionen Euro belegt hatte – wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen den Digital Markets Act (DMA). Aus Sicht der US-Regierung handelt es sich um gezielte Schikane gegen amerikanische Firmen.

Tech-Riesen im Visier der EU

Die Untersuchung richtet sich gegen eine ganze Reihe von EU-Strafmaßnahmen. Besonders ins Gewicht fĂ€llt ein Streit um 15 Milliarden Euro, die Apple betreffen. Diese Summe setzt sich aus einem Ă€lteren Steuerfall und neuen DMA-Strafen zusammen.

Auch Meta steht auf der Liste: Das Unternehmen musste 2024 rund 840 Millionen Euro zahlen, weitere Strafen folgten 2025. Amazon ist ebenfalls betroffen. US-Beamte argumentieren, die Gesamtsumme der Strafen rechtfertige nun eine handelspolitische Antwort. Die USA wollten nicht lĂ€nger die „Haupt-Einnahmequelle fĂŒr europĂ€ische Regulierungsbehörden“ sein.

Anzeige

WĂ€hrend die EU gegen US-Tech-Riesen vorgeht, verschĂ€rfen sich auch die Regulierungen fĂŒr hiesige Unternehmen durch neue Gesetze wie den AI Act. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick ĂŒber alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklĂ€rt

Eskalation auf breiter Front

Die Untersuchung fĂ€llt mit der EinfĂŒhrung neuer US-Zölle auf ĂŒber 60 LĂ€nder zusammen – ebenfalls am 24. Juli 2026. Die SĂ€tze liegen zwischen 10 und 12,5 Prozent. Drohen nun zusĂ€tzliche Strafzölle speziell gegen die EU, gerĂ€t ein Handelsabkommen aus dem Jahr 2025 unter Druck, das bestimmte Exportabgaben begrenzt hatte.

Die EU-Kommission betont zwar ihre GesprĂ€chsbereitschaft, pocht aber auf ihre Regulierungsautonomie. „Wir werden weiterhin fĂŒr fairen Wettbewerb in unseren MĂ€rkten sorgen“, heißt es aus BrĂŒssel.

Apples jahrelanger Rechtsstreit

Besonders komplex ist die Lage bei Apple. Neben den DMA-Strafen in Höhe von rund 570 Millionen Euro aus dem Jahr 2025 schwelt ein Steuerstreit ĂŒber 13 Milliarden Euro. Die US-Regierung sieht darin eine unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸige Belastung.

Anzeige

Der wachsende Handelskonflikt und neue EU-Regeln erhöhen den Compliance-Druck auf international agierende Firmen massiv. Wie Sie Ihr Unternehmen bei Exporten rechtssicher aufstellen und teure Sanktionslisten-Fehler vermeiden, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. SanktionslistenprĂŒfung in Minuten statt Stunden: So automatisieren Compliance-Profis den Prozess

US-Handelsbeauftragter Greer warnte, die europĂ€ischen Maßnahmen untergrĂŒben die transatlantische StabilitĂ€t und die Fortschritte der jĂŒngsten bilateralen Abkommen. Die betroffenen Tech-Konzerne betonen dagegen, sie hĂ€tten sich nach KrĂ€ften bemĂŒht, die europĂ€ischen Regeln einzuhalten.

Was nun droht

Die Section-301-Untersuchung soll die Grundlage fĂŒr mögliche Vergeltungszölle liefern – falls die EU ihre Strafen nicht zurĂŒcknimmt. Bereits jetzt wurde Klage gegen die neuen US-Zollstrukturen eingereicht. Ein Handelskrieg zwischen den USA und Europa zeichnet sich ab.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

de | wissenschaft | 69865551 |