Donald Trump, Künstliche Intelligenz

Trump will „Artificial Intelligence“ in US-Dokumenten verbieten

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 21:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der US-Präsident kündigt auf Truth Social an, die englische Bezeichnung „AI/Artificial Intelligence“ aus amtlichen Dokumenten und weiterer offizieller Kommunikation zu verbannen. Er will damit den von ihm bevorzugten Begriff „Superintelligenz“ durchsetzen.

Trumps neue Sprachvorgabe für KI

  • Donald Trump will die englische Bezeichnung „AI/Artificial Intelligence“ in US-Dokumenten offiziell verbieten.
  • Der US-Präsident wirbt stattdessen seit Wochen für den Begriff „Superintelligenz“.
  • Trump begründet seine Wortwahl unter anderem damit, der bisherige Name lasse die Technologie „fake“ erscheinen.
Trump will schon seit Wochen, dass alle «Superintelligenz» statt KI sagen. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Trump kündigt neue Bezeichnung für KI an

US-Präsident Donald Trump will die englische Bezeichnung „AI/Artificial Intelligence“ künftig in allen relevanten US-Dokumenten und darüber hinaus verbieten. Stattdessen soll der von ihm bevorzugte Begriff „Superintelligenz“ verwendet werden.

Trump schrieb dies auf seiner Online-Plattform Truth Social und verschärfte damit seinen seit Wochen laufenden Feldzug gegen den etablierten Ausdruck Künstliche Intelligenz.

Begriff soll Technologie ersetzen

Trump argumentierte unter anderem, der Name Künstliche Intelligenz lasse die Technologie „fake“ erscheinen. Bereits zuvor hatte er angekündigt, das Weiße Haus werde jeden, der weiterhin die Bezeichnung KI benutze, als Feind betrachten.

Mehrere Chefs von Technologieunternehmen übernahmen den von Trump favorisierten Ausdruck bereits öffentlich. In US-Medien wird dagegen weiterhin überwiegend von Künstlicher Intelligenz gesprochen.

Amtliche Kommunikation im Fokus

Die angekündigte Regelung zielt nach Trumps Darstellung auf „alle relevanten Dokumente und alles Übrige“. Damit würde die sprachliche Vorgabe über eine einzelne Erklärung hinausgehen und die offizielle Kommunikation der US-Regierung erfassen.

Ob und in welcher Form die Ankündigung in verbindliche Vorgaben für Behörden umgesetzt wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Die angekündigte sprachliche Vorgabe würde nicht die Technologie selbst, sondern ihre amtliche Bezeichnung betreffen. Trump stellt damit eine politisch aufgeladene Wortwahl gegen den in Behörden, Forschung, Wirtschaft und internationalen Regelwerken etablierten Begriff „Artificial Intelligence“.

„Superintelligenz“ bezeichnet in der technischen Debatte gewöhnlich Systeme, deren Fähigkeiten die menschliche Leistungsfähigkeit in vielen oder allen Bereichen übertreffen. Der Ausdruck ist daher nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit künstlicher Intelligenz, dem Oberbegriff für eine große Bandbreite von Verfahren – von automatisierter Mustererkennung bis zu generativen Sprachmodellen.

Folgen für Behörden und Unternehmen

Ein Verbot in relevanten Dokumenten könnte zunächst vor allem Formulare, Richtlinien, Beschaffungsvorgaben und öffentliche Kommunikation der US-Regierung betreffen. Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen entstünde zusätzlicher Anpassungsdruck, falls Förderprogramme, Verträge oder behördliche Standards die neue Terminologie übernehmen müssten.

International würde eine solche Vorgabe die begriffliche Vereinheitlichung erschweren. In Europa und vielen multilateralen Organisationen ist „künstliche Intelligenz“ bereits Bestandteil von Gesetzen und Regulierungsrahmen. Für Nutzer wäre deshalb entscheidend, ob die Ankündigung lediglich die Kommunikation des Weißen Hauses verändert oder verbindliche Regeln für sämtliche Bundesbehörden nach sich zieht.

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