TSMC, N3-Knoten

TSMC N3-Knoten: NVIDIA und Google kapern alle KapazitÀten bis 2027

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 22:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die N3-Fertigung bei TSMC ist bis 2027 ausgelastet. NVIDIA und Google sichern sich die Produktion fĂŒr KI-Chips, wĂ€hrend Alternativen wie Intel scheitern.

NVIDIA und Google blockieren TSMCs N3-KapazitĂ€ten fĂŒr KI-Chips
Ein moderner Silizium-Wafer mit komplexen Mikrochip-Schaltkreisen in einer hochmodernen Fertigungsumgebung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die fĂŒhrenden Technologiekonzerne NVIDIA und Google haben die ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒr den fortschrittlichen N3-Fertigungsprozess beim Halbleiterhersteller TSMC vollstĂ€ndig beansprucht. Diese SĂ€ttigung der KapazitĂ€ten zwingt die Branche dazu, verstĂ€rkt nach alternativen Fertigungspartnern zu suchen, da die verfĂŒgbaren Ressourcen fĂŒr die kommenden Jahre bereits weitgehend vergeben sind.

TSMC meldet Rekordzahlen und ausgebuchte Produktion

Der taiwanische Auftragsfertiger TSMC verzeichnet eine beispiellose Nachfrage nach seinen modernsten Technologien. Wie aus Branchenkreisen hervorgeht, sind die N3-Knoten fĂŒr das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft. Selbst fĂŒr die nachfolgende N2-Generation ist die Produktion fĂŒr das Jahr 2027 bereits vollstĂ€ndig ausgebucht. Um der Knappheit entgegenzuwirken, plant TSMC, bestehende N5-KapazitĂ€ten innerhalb eines Zeitraums von sechs bis zwölf Monaten auf N3 umzurĂŒsten.

Die wirtschaftliche Dynamik spiegelt sich in den GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das zweite Quartal 2026 wider. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 40,2 Mrd. USD, was einer Steigerung von 33,7 % gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn stieg um 77,4 % auf 22,4 Mrd. USD (706,56 Mrd. NT$). Angesichts der Marktsituation bereitet TSMC zudem Preiserhöhungen von bis zu 10 % fĂŒr das Jahr 2027 vor. Die Investitionsausgaben fĂŒr das laufende Jahr wurden auf eine Spanne zwischen 60 und 64 Mrd. USD angehoben.

Strategische Expansion in den USA

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie ist der Standort Arizona. TSMC hat seine dortigen Investitionen um 100 Mrd. USD auf nunmehr insgesamt 265 Mrd. USD erhöht. Dies stellt die grĂ¶ĂŸte auslĂ€ndische Direktinvestition in der Geschichte der USA dar. Das Unternehmen plant den Bau von insgesamt zwölf Fabriken sowie die Ansiedlung von Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie Anlagen fĂŒr das sogenannte Advanced Packaging. Die Inbetriebnahme der Fabrik 2, die auf den N3-Prozess spezialisiert ist, wird fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2027 erwartet.

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Auch im Bereich der Verpackungstechnologien (CoWoS) skaliert TSMC seine KapazitĂ€ten massiv. Bis Ende 2026 soll die Ausbringungsmenge auf 130.000 Wafer pro Monat steigen. Dennoch sind auch diese KapazitĂ€ten fĂŒr das Jahr 2027 bereits vollstĂ€ndig vergeben.

NVIDIA und Google im Wettbewerb um Ressourcen

NVIDIA und Google treiben den Bedarf durch ihre neuesten KI-Architekturen massiv voran. NVIDIA plant, seine Rubin-GPUs auf den N3-Standard umzustellen, wĂ€hrend Google seine Tensor Processing Units (TPU) der Versionen v7 und v8 ebenfalls in diesem Verfahren fertigen lĂ€sst. FĂŒr NVIDIA ist der Zugang zu diesen KapazitĂ€ten kritisch, da das Unternehmen Lieferverpflichtungen in Höhe von 124 bis 145 Mrd. USD bis zum Jahr 2027 erfĂŒllen muss.

Zur Absicherung der Lieferkette in den USA hat NVIDIA zudem eine Partnerschaft mit dem Dienstleister Amkor ĂŒber 1,5 Mrd. USD geschlossen. In Arizona sollen kĂŒnftig Chip-Packaging und Tests durchgefĂŒhrt werden, die moderne Standards wie 2nm, 3nm und HBM4 abdecken.

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Schwierigkeiten bei alternativen Fertigungspartnern

Trotz des Drucks, auf andere Hersteller auszuweichen, gestaltet sich die Suche nach Alternativen schwierig. Versuche von NVIDIA, den 18A-Prozess von Intel zu nutzen, wurden vorerst eingestellt. Laut Angaben aus der FĂŒhrungsebene von Intel sei die Ausbeute bei diesem Prozess derzeit noch nicht auf dem erforderlichen Niveau. Zwar bietet Intel in seiner Fabrik 52 in Arizona entsprechende 18A-KapazitĂ€ten an, sucht jedoch weiterhin nach stabilen Kundenbeziehungen fĂŒr diese Technologie. In Taiwan werden unterdessen neue TSMC-Fabriken fĂŒr das erste Halbjahr 2027 vorbereitet, um die globale AbhĂ€ngigkeit von den begrenzten N3-Ressourcen mittelfristig abzumildern.

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