Typ-2-Diabetes: 28 Gramm Joghurt täglich senken Risiko um 18%
28.06.2026 - 15:56:47 | boerse-global.de
Das zeigt ein Fachkongress in Düsseldorf.
Die positive Wirkung des fermentierten Milchprodukts entfaltet sich optimal als Nachmittagssnack oder ein bis zwei Stunden nach einer Hauptmahlzeit. Die Risikoreduktion liegt bei 18 Prozent.
Ernährung als Schlüssel zur Prävention
Auch für bereits erkrankte Menschen gibt es gute Nachrichten: Kohlenhydratreiche Früchte wie Datteln sind in Maßen erlaubt. Diabetiker sollten maximal ein bis zwei Früchte essen – am besten kombiniert mit Eiweißquellen wie Joghurt. So lassen sich Blutzuckerspitzen vermeiden.
Experten betonen: Die Qualität der Fette ist entscheidender als die reine Menge. Olivenöl oder Nüsse sind ideal.
Die Kontrolle körperlicher Marker bleibt zentral. Eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels senkt das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 42 Prozent. Bei Menschen mit Prädiabetes sind es sogar 58 Prozent. Wer sein Viszeralfett um zehn Prozent reduziert, verringert das Diabetesrisiko um 28 Prozent.
Diabetes-Medikamente schützen auch das Gehirn
Forschungsergebnisse zeigen überraschende Nebeneffekte etablierter Diabetes-Wirkstoffe. SGLT2-Inhibitoren können das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent senken. Für GLP-1-Agonisten liegt die Reduktion bei 33 Prozent.
Schon 28 Gramm Joghurt täglich senken Ihr Diabetes-Risiko um 18 Prozent. Wie Sie diesen Trick optimal nutzen und Blutzuckerspitzen vermeiden, zeigt dieser kostenlose Guide. Jetzt kostenlosen Präventions-Guide anfordern
Doch es gibt auch Schattenseiten: Eine Studie mit über 438.000 Patienten im Fachjournal JAMA Otolaryngology zeigt ein um 38 Prozent erhöhtes Risiko für Geruchs- und Geschmacksstörungen unter GLP-1-Präparaten wie Semaglutid oder Tirzepatid.
Die EMA sprach im Juni 2026 Zulassungsempfehlungen für sechs neue Medikamente aus. Sie betreffen unter anderem Typ-2-Diabetes und Morbus Parkinson.
Für den Wirkstoff Retatrutid belegen Studienergebnisse nach 80 Wochen einen Gewichtsverlust von bis zu 28 Prozent. Die monatlichen Therapiekosten werden auf etwa 250 Euro geschätzt. Frankreich beschränkt die Erstattung seit dem 15. Juni 2026 auf Fälle schwerer Adipositas.
Politik setzt auf Prävention
Am 25. Juni 2026 gründete sich in Berlin ein parteiübergreifender Parlamentskreis „Prävention“. CDU, SPD, Grüne, Linke und CSU sind vertreten. Ziel: die Gesundheitsförderung angesichts steigender chronischer Erkrankungen zu stärken. Unterstützt wird die Initiative von der ehemaligen Schwimmerin Britta Steffen und der Köchin Sarah Wiener.
Bereits einen Tag zuvor verabschiedete das EU-Parlament eine umfassende Herz-Kreislauf-Strategie. Im Gespräch ist eine Zuckerabgabe auf Softdrinks ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter – das wären 20 bis 30 Cent Aufschlag pro Liter. Für 2028 ist eine Zuckersteuer geplant.
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Der Nutri-Score gewinnt an Bedeutung. Stand Juni 2026 nutzen über 1.040 Anwender das System für mehr als 1.550 Marken.
Die Stiftung Warentest liefert Orientierung: In einer Untersuchung von Orangenlimonaden (Ausgabe 08/2025) erreichten nur drei von 29 Produkten ein „gut“. Darunter waren sowohl Markenprodukte als auch Discounter-Eigenmarken.
