Ungesüßter, Tee

Ungesüßter Tee: Zwei Tassen täglich mit 16 Prozent weniger Krebssterblichkeit verbunden

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Auswertung mit mehr als 180.000 Teilnehmenden verknüpft ungesüßten Tee und Kaffee mit weniger Krebsfällen und Todesfällen.
Zwei Tassen mit schwarzem Kaffee und grünem Tee auf einem schlichten Holztisch in hellem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Wissenschaftliche Auswertung zu Heißgetränken und Krebsschutz

Erkenntnisse aus der Ernährungsforschung deuten darauf hin, dass die Wahl alltäglicher Getränke einen messbaren Einfluss auf langfristige Krankheitsrisiken haben kann. Eine Untersuchung von Forschenden der Harbin Medical University zeigt, dass der regelmäßige Konsum von ungesüßtem Kaffee oder Tee mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen und krebsbedingte Todesfälle verknüpft ist.

Die Erhebung stützt sich auf eine Datenbasis von mehr als 180.000 Teilnehmern, die über einen mittleren Nachbeobachtungszeitraum von 8,8 Jahren begleitet wurden. Im Fokus der wissenschaftlichen Auswertung stand dabei der Unterschied zwischen naturbelassenen Getränken und solchen, die mit Zucker oder alternativen Süßungsmitteln angereichert wurden.

Unterschiede zwischen ungesüßtem Tee und Kaffee

Nach den Resultaten der Analyse ist bereits eine Menge von mindestens zwei Tassen täglich mit messbaren Effekten verbunden. Bei Personen, die täglich zwei oder mehr Tassen ungesüßten Tee tranken, lag die Gesamtkrebsinzidenz um circa 6 Prozent niedriger als in den Vergleichsgruppen. Zugleich verringerte sich die krebsbezogene Mortalität bei dieser Konsummenge um 16 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Kaffeekonsum. Bei einem täglichen Verzehr von mindestens zwei Tassen ungesüßtem Kaffee ging die Gesamtkrebsinzidenz um circa 5 Prozent zurück. Die krebsbezogene Sterblichkeit verringerte sich im selben Rahmen um 11 Prozent. Beide Heißgetränke zeigten damit deutliche Assoziationen mit einer verminderten Krankheitslast, solange sie ohne Zusätze konsumiert wurden.

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Die Rolle von Zucker und Süßungsmitteln

Entscheidend für den beobachteten Schutzeffekt ist laut den Daten die Zubereitungsform. Getränkevarianten, die mit Zucker oder Süßstoff versetzt waren, wiesen diesen Nutzen nicht auf. Stattdessen stellten die Forschenden fest, dass gesüßte Varianten möglicherweise mit einem erhöhten Risiko einhergehen können.

Zudem untersuchten die Wissenschaftler die Auswirkungen eines gezielten Austauschs zuckerhaltiger Produkte: Wurde eine Tasse eines zuckergesüßten Getränks durch ungesüßten Tee oder Kaffee ersetzt, sanken sowohl die Inzidenz als auch die Mortalität zusätzlich um 1 Prozent bis 5 Prozent. Diese Ergebnisse unterstreichen das präventive Potenzial einfacher Ernährungsumstellungen im Alltag.

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Mögliche biologische Wirkungsmechanismen

Als Erklärung für die präventiven Zusammenhänge verweisen die Studienautoren auf mehrere biologische Mechanismen. Zentral sei das Vorhandensein von Polyphenolen in Kaffee und Tee, denen antioxidative sowie antiinflammatorische Eigenschaften zugeschrieben werden. Diese pflanzlichen Verbindungen können dazu beitragen, Zellschäden zu reduzieren und Entzündungsprozesse im Körper abzumildern.

Darüber hinaus spielen Wechselwirkungen mit dem Darmmikrobiom eine Rolle, welches durch bioaktive Substanzen beeinflusst werden kann. Ein weiterer wesentlicher Faktor liege in der vermiedenen Zuckerzufuhr: Durch den bewussten Verzicht auf gesüßte Alternativen entfallen die negativen Begleiterscheinungen eines hohen Zuckerkonsums, was sich günstig auf das metabolische Gesamtprofil auswirkt.

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