Quartalszahlen, USA

Nvidia steigert Umsatz um mehr als 70 Prozent

25.02.2026 - 23:15:13 | dpa.de

Unter Anlegern gibt es Zweifel, ob die gewaltigen Investitionen in KI-Rechenzentren jemals zurĂŒckverdient werden. Doch das GeschĂ€ft mit Chips bei Nvidia lĂ€uft weiter ungebremst.

  • Nvidias GeschĂ€ft mit KI-Chips boomt. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
    Nvidias GeschÀft mit KI-Chips boomt. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
  • Nvidias GeschĂ€ft mit KI-Chips boomt. - Foto: Andrej Sokolow/dpa
    Nvidias GeschÀft mit KI-Chips boomt. - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Nvidias GeschÀft mit KI-Chips boomt. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa Nvidias GeschÀft mit KI-Chips boomt. - Foto: Andrej Sokolow/dpa

Der KI-Boom lĂ€sst das GeschĂ€ft des Chipkonzerns Nvidia allen Zweiflern zum Trotz weiter explosiv wachsen. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 73 Prozent auf gut 68,1 Milliarden Dollar (57,7 Mrd Euro). Nvidia ĂŒbertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Selbst im Vergleich zum Quartal davor gab es ein Plus von 20 Prozent. FĂŒr das laufende Vierteljahr stellte Nvidia den nĂ€chsten Sprung in Aussicht. Anleger ließ die Rekordjagd kalt. 

Motor der KI-Industrie 

Chipsysteme von Nvidia wurden zu einer SchlĂŒsseltechnologie fĂŒr die Entwicklung von Software mit KĂŒnstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl fĂŒr das aufwendige Training von KI-Modellen fĂŒr Chatbots wie etwa ChatGPT eingesetzt - als auch beim Betrieb solcher Software. Die Nvidia-Ergebnisse sind damit zu einem Gradmesser fĂŒr den Zustand der KI-Industrie geworden. 

Angst vor KI-Blase an der Börse 

Tech-Riesen wie Google und der Facebook-Konzern Meta sowie KI-Start-ups wie der ChatGPT-Erfinder OpenAI stecken gerade hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Infrastruktur fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz. Es gibt Zweifel, ob diese gewaltigen Investitionen zurĂŒckverdient werden können. Nvidia profitiert jedoch unabhĂ€ngig davon schon heute von der Ausgabefreudigkeit: Ein großer Teil des Geldes fließt in Chips des Konzerns. 

Ausblick ĂŒber Erwartungen 

Nvidia widerlegte die Zweifler nun erneut mit einer Prognose fĂŒr das laufende Vierteljahr, die ĂŒber den Erwartungen der Analysten liegt. Der Chipkonzern rechnet mit 78 Milliarden Dollar Umsatz, mit einer möglichen Abweichung von zwei Prozent nach oben oder unten. Experten hatten im Schnitt mit einer Prognose von rund 73 Milliarden Dollar gerechnet. 

Unterm Strich sprang der Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 94 Prozent auf knapp 43 Milliarden Dollar. Beim Ergebnis pro Aktie lag der Konzern ĂŒber den SchĂ€tzungen der Analysten. Einen Teil der hohen Gewinne investiert Nvidia in KI-Entwickler. In der Branche spricht man dabei von Kreislauf-Deals: Mit den Finanzspritzen kaufen die Entwicklerfirmen dann Halbleiter-Technik bei dem KI-Chip-Spezialisten. 

Skeptische Börsen 

Nvidia-Chef Jensen Huang bekrĂ€ftigte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Computerwelt habe sich durch KĂŒnstliche Intelligenz verĂ€ndert und in Zukunft werde es nur noch mehr Nachfrage nach Rechenleistung geben - womit sich auch schon jetzt Geld verdienen lasse. Computer-KapazitĂ€ten fĂŒhrten zu Wachstum und dies wiederum bringe UmsĂ€tze. Finanzchefin Colette Kress sagte, Nvidia habe weiterhin Probleme, genug Chipsysteme produzieren zu lassen. 

Anleger zeigten sich allerdings unbeeindruckt. Der Kurs der Nvidia-Aktie drehte im nachbörslichen Handel wÀhrend der Analystenkonferenz in Minus. Danach erholte sie sich und notierte kaum verÀndert. 

Weiter Unklarheit in China 

Nach wie vor offen ist, wie es fĂŒr Nvidia in China weitergeht. Die US-Regierung erlaubt zwar wieder den Verkauf abgespeckter Chipsysteme mit der Bezeichnung H200 in das Land - fĂŒr eine saftige GebĂŒhr von 25 Prozent. Allerdings ist weiterhin unklar, ob die Regierung in Peking die dortigen Unternehmen diese Chips kaufen lĂ€sst. In den Prognosen von Nvidia wird deshalb immer noch kein potenzielles GeschĂ€ft in China berĂŒcksichtigt. 

Speicher-Knappheit bremst Gaming-GeschÀft 

Der rapide Ausbau der Rechenzentren sorgt gerade fĂŒr eine akute Knappheit bei Speicherchips - und das bremst wiederum das GeschĂ€ft von Nvidia mit Grafikkarten fĂŒr Gamer, mit denen der Konzern einst groß wurde. Im vergangenen Quartal verpasste die Sparte mit Erlösen von 3,73 Milliarden Dollar die Erwartungen von Analysten, die eher mit rund vier Milliarden Dollar gerechnet hatten.

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