Urlaubsbetrug, KI-Phishing

Urlaubsbetrug: KI-Phishing verursacht 35 Millionen Euro Schaden

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 10:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KI-gestĂŒtztes Phishing treibt die Zahl der Cyberangriffe auf Urlauber massiv in die Höhe. Neue Maschen wie Quishing und gefĂ€lschte eSIMs gefĂ€hrden persönliche Daten.

Urlaubszeit: KI-Phishing und Quishing bedrohen Reisende
Ein Smartphone-Bildschirm mit einer Sicherheitswarnung, unscharfer Hintergrund eines belebten Verkehrsknotenpunkts. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Die Zahl digitaler Angriffe auf Reisende steigt rasant. Allein im ersten Quartal 2026 entstand durch Online-Betrug ein Schaden von rund 35 Millionen Euro. Die Behörden konnten in diesem Zeitraum ĂŒber 5.800 betrĂŒgerische Webseiten abschalten. Besonders besorgniserregend: Die Zahl der FĂ€lle von Visa- und Passdokumentenbetrug stieg im Jahresvergleich um 76 Prozent.

KI-gesteuerte Phishing-Wellen

Die TĂ€ter werden immer professioneller. KĂŒnstliche Intelligenz treibt die Entwicklung an: 90 Prozent aller erfolgreichen Angriffe gehen mittlerweile auf KI-gestĂŒtztes Phishing zurĂŒck. Die Masche ist simpel: BetrĂŒger erstellen tĂ€uschend echte Angebote fĂŒr Ferienhausvermietungen oder Kfz-Versicherungen. Phishing bleibt mit 75 Prozent der FĂ€lle die hĂ€ufigste Einfallsmethode.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt sich das Ausmaß besonders deutlich: Über 40.000 Einwohner verloren dort im Schnitt knapp 2.000 Euro durch Sommerbetrug.

Neue Gefahren: QR-Codes und gefÀlschte eSIMs

Der Sicherheitsdienstleister Kaspersky warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Kriminelle legen tĂ€uschend echte Phishing-Seiten fĂŒr eSIM-Anbieter an. Reisende, die nach gĂŒnstigen Roaming-Tarifen suchen, geben dort ahnungslos ihre Kreditkartendaten preis.

Parallel dazu erleben Experten einen Boom des sogenannten „Quishing“ – Phishing ĂŒber manipulierte QR-Codes. Zwischen Januar und MĂ€rz dieses Jahres stieg die Zahl dieser Angriffe um 146 Prozent. Bereits jeder neunte Phishing-Mail enthĂ€lt einen QR-Code, der herkömmliche Spam-Filter umgehen soll.

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Auch öffentliche USB-Ladestationen bleiben eine Gefahr. Beim „Juice-Jacking“ schleusen Angreifer ĂŒber manipulierte AnschlĂŒsse Schadsoftware auf Smartphones ein. Die Devise der Experten: Eigene LadegerĂ€te nutzen und öffentliche WLAN-Netze meiden.

Digitale Boarding-PĂ€sse: Unbedachte Daten-Schleudern

Ein unterschÀtztes Risiko birgt der digitale Boarding-Pass. Die darin enthaltenen Barcodes speichern oft die Passnummer und das Geburtsdatum des Reisenden. Wer sein Ticket stolz in sozialen Netzwerken zeigt, macht IdentitÀtsdieben die Arbeit leicht.

Auch GeschĂ€ftsreisende sind gefĂ€hrdet. Eine aktuelle Studie zur Cybersicherheit offenbart alarmierende Gewohnheiten: 70 Prozent der Angestellten nutzen öffentliches WLAN ohne VPN, 76 Prozent verwenden Passwörter mehrfach und 64 Prozent greifen auf nicht freigegebene KI-Tools zurĂŒck. Werden diese GerĂ€te auf Reisen genutzt, drohen massive Datenlecks.

Microsoft schließt Rekordzahl an SicherheitslĂŒcken

Anfang Juli veröffentlichte Microsoft ein Rekord-Update: Über 620 Schwachstellen wurden geschlossen, darunter 17 kritische SicherheitslĂŒcken in Office. Besonders brisant: Eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle im Active Directory Federation Services (ADFS). Sicherheitsexperten raten dringend, alle GerĂ€te vor Reiseantritt zu aktualisieren.

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Ein weiterer Trick der BetrĂŒger: Der sogenannte „Finder-Betrug“. Nach einem Diebstahl senden Kriminelle dem Opfer eine Nachricht, angeblich von einem ehrlichen Finder. Der Link in der Nachricht soll den Besitzer dazu bringen, seine Zugangsdaten preiszugeben.

Technik fĂŒr unterwegs: Neue Hoffnung fĂŒr Datenretter

Wer unterwegs Fotos oder Videos verliert, hat bessere Chancen auf Rettung: Der Anbieter EaseUS hat neue Wiederherstellungstechnologien fĂŒr Drohnen und Action-Kameras vorgestellt. Die Erfolgsquote bei der Datenrettung steigt damit um 27 Prozent.

FĂŒr Reisende abseits der Zivilisation gibt es ebenfalls Neues: Die Starlink V5-Antenne ist in diesem Sommer auf dem Markt. Sie ist 30 Prozent leichter und verbraucht 25 Prozent weniger Strom als das VorgĂ€ngermodell. Eine stabile und sichere Internetverbindung wird damit auch in abgelegenen Regionen möglich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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