USB-Betrug, No-Name-USB-Sticks

USB-Betrug: 982 GB versprochen, nur 62 GB geliefert

13.06.2026 - 12:56:27 | boerse-global.de

Zwölf No-Name-USB-Sticks von Amazon liefern nur einen Bruchteil der versprochenen SpeicherkapazitÀt. Ein Gratis-Tool deckt die TÀuschung auf.

Amazon-USB-Sticks: KapazitÀtsbetrug mit ValiDrive aufgedeckt
USB-Betrug - Nahaufnahme mehrerer generischer USB-Sticks auf einer dunklen OberflĂ€che, die Manipulation und Betrug bei SpeicherkapazitĂ€t andeuten. 13.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Zwölf No-Name-USB-Sticks von Amazon zeigten alle gefÀlschte KapazitÀtsangaben. Das Analyse-Tool ValiDrive entlarvte die Betrugsversuche.

982 Gigabyte versprochen – 62 Gigabyte geliefert

Ein Programmierer prĂŒfte die Sticks technisch. Die Ergebnisse sind erschĂŒtternd. Ein Modell mit beworbenen 982 Gigabyte kostete rund 30 Euro. Die RealitĂ€t: Nur 62 bis 125 Gigabyte waren tatsĂ€chlich nutzbar. Ein anderer Stick fĂŒr 19 Euro versprach 512 Gigabyte – auch hier fanden die Tester lediglich 62 Gigabyte vor.

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Doch nicht nur die KapazitÀt ist gefÀlscht. Hochwertige USB-Sticks erreichen Datenraten von bis zu 400 MB/s. Die manipulierten No-Name-Produkte schafften gerade einmal 5 bis 20 MB/s. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Preis als Warnsignal

Die Preise der gefĂ€lschten Sticks liegen weit unter dem Marktdurchschnitt. Branchenanalysten nennen klare Referenzwerte: 1.000 Gigabyte kosten ĂŒblicherweise etwa 55 Euro, 512 Gigabyte rund 30 Euro. Wer deutlich weniger zahlt, sollte stutzig werden.

Ein Test mit einem Markenmodell von Verbatim bestĂ€tigte den Trend: Es erfĂŒllte alle versprochenen Spezifikationen. Etablierte Hersteller bieten also Sicherheit.

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Windows zeigt falsche Werte an

Besonders tĂŒckisch: Das Betriebssystem Windows erkennt die Manipulation nicht. Es zeigt zunĂ€chst den gefĂ€lschten, höheren Wert an. Erst spezielle Software wie ValiDrive prĂŒft die tatsĂ€chliche KapazitĂ€t.

Fachleute raten: Bei extrem gĂŒnstigen Angeboten skeptisch bleiben. Die Hardware direkt nach dem Kauf mit entsprechenden Werkzeugen testen. Sonst droht der böse Erwachen – und der Speicherplatz reicht nicht mal fĂŒr eine Handvoll Filme.

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