Versity ScoutAM: Magnetbandspeicher für GPU-KI-Workloads freigeschaltet
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 02:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 4. August 2026 kündigte das Speicherunternehmen Versity eine technologische Erweiterung seiner ScoutAM-Plattform an, die die Nutzung von Magnetbandspeichern für moderne KI-Rechenprozesse grundlegend verändert. Durch die Integration von S3 über RDMA (Remote Direct Memory Access) schafft das Unternehmen einen sogenannten GPUDirect Tape Gateway. Diese Neuerung ermöglicht es, Tape-Library-Hardware als direkte und performante Datenquelle für GPU-gestützte Workloads im Bereich der Künstlichen Intelligenz einzusetzen.
Effiziente Datenpfade für GPU-Workloads
Die technische Umsetzung des GPUDirect Tape Gateway zielt darauf ab, die Lücke zwischen kosteneffizienten Langzeitspeichern und den hohen Leistungsanforderungen von Grafikprozessoren (GPUs) zu schließen. Branchenberichte heben die Integration als einen Wendepunkt hervor, durch den Tape-Libraries erstmals als viable Datenquelle für hochperformante KI-Anwendungen eingestuft werden können.
Bisher galten Bandspeicher aufgrund ihrer Latenzzeiten primär als Archivmedium. Durch die Nutzung von RDMA in Verbindung mit dem S3-Protokoll innerhalb der ScoutAM-Architektur wird jedoch ein beschleunigter Datenpfad geschaffen, der die Prozessoren direkt mit den auf Bändern gespeicherten Informationen versorgt, ohne die CPU des Host-Systems übermäßig zu belasten.
Leistungsdaten und Skalierbarkeit der Lösung
Hinsichtlich der praktischen Leistungsfähigkeit gab Versity-CEO Gilpin am 4. August 2026 konkrete Kennzahlen bekannt. Demnach ist das System in der Lage, massive Datenströme zu bewältigen: Bereits 50 Bandlaufwerke können in einem Verbund einen kontinuierlichen Datenstrom von 20-GBps erzeugen.
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Diese Kapazität ist laut Unternehmensangaben darauf ausgelegt, den hohen Datenhunger moderner GPUs zu stillen, die für das Training und die Inferenz von KI-Modellen auf enorme Mengen an Informationen angewiesen sind. Die Skalierbarkeit der Lösung erlaubt es Unternehmen, ihre bestehende Tape-Infrastruktur effizienter zu nutzen und direkt in den KI-Entwicklungszyklus zu integrieren.
Open-Source-Strategie und Verfügbarkeit
Ein zentraler Aspekt der Ankündigung ist das gewählte Vertriebsmodell. Versity stellt die neue Lösung als Open-Source-Software zur Verfügung. Das Unternehmen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Funktionalität ohne zusätzliche Kosten für die Nutzer bereitgestellt werde.
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Damit reagiert der Anbieter auf den wachsenden Bedarf an kosteneffizienten Speicherlösungen in der KI-Forschung und -Entwicklung. Durch den Verzicht auf zusätzliche Lizenzgebühren für den GPUDirect Tape Gateway ermöglicht Versity es Organisationen, ihre bestehende Hardware-Investitionen in Tape-Libraries für zukunftsorientierte KI-Projekte zu mobilisieren, ohne die Betriebskosten signifikant zu erhöhen. Die Integration wird als Teil der ScoutAM-Umgebung geführt und steht ab sofort für entsprechende Implementierungen zur Verfügung.
