Vidar-Infostealer, Hacker

Vidar-Infostealer: Hacker nutzen TikTok-Videos fĂŒr Masseninfektionen

Veröffentlicht am: 10.06.2026 um 22:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher entdecken Schadkampagnen, die KI-generierte Tutorials nutzen, um den Vidar-Infostealer auf NutzergerÀten zu installieren.

Vidar-Infostealer: Neue Cyberangriffe via TikTok-Videos
A smartphone displaying a social media feed with a digital padlock and red data lines, symbolizing malware on social media. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Hinter harmlosen Video-Tutorials auf TikTok und Instagram Reels verbirgt sich eine neue Welle von Cyberangriffen.

Sicherheitsforscher von ReversingLabs und Malwarebytes haben am heutigen Mittwoch eine Serie von Schadkampagnen aufgedeckt, die virale Kurzvideos als Einfallstor fĂŒr den Vidar-Infostealer nutzen. Die TĂ€ter setzen auf KI-generierte Anleitungen, um Nutzer dazu zu bringen, selbst die Schadsoftware auf ihren GerĂ€ten zu installieren.

Perfide Masche: Kostenlose Software als Köder

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Die Angreifer gehen dabei mit zwei Methoden vor. Im ersten Fall erstellen sie professionell wirkende Profile wie „windows.tips". Dort veröffentlichen sie Videos mit synthetischen Stimmen, die erklĂ€ren, wie man angeblich Premium-Software wie Spotify Premium kostenlos erhĂ€lt oder Windows und Microsoft Office ohne Lizenz aktiviert.

Die Zuschauer werden aufgefordert, bestimmte PowerShell-Befehle auszufĂŒhren. Diese laden Skripte von externen Servern wie msget[.]run herunter – und installieren damit den Vidar-Infostealer. Ein einziges dieser Videos erreichte ĂŒber 100.000 Aufrufe und wurde von rund 1.700 Nutzern gespeichert, bevor die Gefahr erkannt wurde.

Die zweite Methode setzt auf Kommentarspalten viraler Videos. Dort locken BeitrÀge mit Verweisen auf schadhafte Seiten wie pluginchad[.]xyz oder d4ug[.]site.

Was Vidar alles stiehlt

Vidar wird als „Malware-as-a-Service" angeboten – Lizenzen kosten umgerechnet rund 280 Euro. Die Software ist ein Alleskönner: Sie erbeutet Browser-Passwörter, Cookies, Kryptowallet-Daten und sogar Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes. Ein Update im Oktober 2025 machte sie zudem deutlich schwerer erkennbar fĂŒr Sicherheitsprogramme.

Instagram-Schwachstelle: KI-Tool außer Kontrolle

Doch nicht nur die Nutzer sind gefĂ€hrdet – auch die Plattformen selbst haben SicherheitslĂŒcken. Meta bestĂ€tigte am Montag, dass ein Fehler im KI-gestĂŒtzten „High Touch Support"-Tool zur Kompromittierung von ĂŒber 20.000 Instagram-Konten fĂŒhrte.

Zwischen dem 17. April und Ende Mai 2026 manipulierten Angreifer einen KI-Chatbot, um die E-Mail-Adressen bestimmter Konten zu Ă€ndern. Das System versendete daraufhin Passwort-Reset-Links an die Adressen der Hacker – ohne zu prĂŒfen, ob diese ĂŒberhaupt zum Kontoinhaber gehörten. Betroffen waren prominente Profile wie der Obama-White-House-Account und der des Chief of the Space Force. Meta hat das betroffene Recovery-Tool inzwischen abgeschaltet.

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Weltmeisterschaft 2026: Das nĂ€chste große Ziel

Die Sicherheitsforscher von Arctic Wolf Labs warnen zudem vor einer neuen Angriffswelle rund um die FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Seit Januar wurden ĂŒber 10.000 Domains mit Bezug zum Turnier registriert – viele davon mit betrĂŒgerischer Absicht.

Die Kampagnen laufen ĂŒber WhatsApp, Telegram und Discord. Die TĂ€ter verteilen Links zu gefĂ€lschten TicketverkĂ€ufen, angeblichen Live-Streams und erfundenen Jobangeboten. Teilweise kommen KI-generierte Phishing-Seiten und manipulierte PDF-MitarbeiterhandbĂŒcher mit QR-Codes zum Einsatz. Ziel ist der Diebstahl von Google-Workspace-Zugangsdaten und anderen sensiblen Informationen von Mitarbeitern und Zulieferern des Events.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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