Videospiele, Einsamkeit

Videospiele gegen Einsamkeit: 73 Prozent sehen Games als hilfreiches Mittel

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 22:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Viele Spielende nutzen Videospiele für soziale Kontakte; Befragte sehen darin auch Potenzial gegen Einsamkeit und für Begegnungen zwischen Generationen.

YouGov-Umfrage: Games fördern Kontakte und verbinden Generationen
Ein gemütliches, leer stehendes Wohnzimmer mit warmem Licht am Abend, das eine Atmosphäre der sozialen Verbundenheit ausstrahlt. Illustration mit AI erstellt.

Videospiele nehmen im gesellschaftlichen Alltag zunehmend die Rolle digitaler Begegnungsstätten ein. Eine Analyse der sozialen Dimension interaktiver Medien zeigt, dass virtueller Austausch für viele Bundesbürger eine feste Brücke zu Mitmenschen bildet.

Im Vorfeld des World Mental Health Day am 10. Oktober 2026 verdeutlichen Ergebnisse einer Erhebung des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag des game-Verbands, welchen Stellenwert das Gaming für zwischenmenschliche Beziehungen und das seelische Wohlbefinden hat.

Digitale Treffpunkte für Millionen von Spielenden

Laut der YouGov-Umfrage, die im Zeitraum vom 21. bis 28. Juli 2026 unter 2.105 Personen ab 16 Jahren in Deutschland durchgeführt wurde, nutzen 42 Prozent der Spielenden Videospiele, um Kontakte zu Freunden, Bekannten oder der Familie zu halten.

Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung entspricht dieser Anteil rund 20 Millionen Menschen. Das gemeinsame Spielen dient demnach in großem Umfang als Werkzeug, um Beziehungen über räumliche Distanzen hinweg aktiv zu pflegen.

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42 Prozent der Spielenden nutzen Games, um Kontakte zu Freunden und Familie zu halten — rund 20 Millionen Menschen in Deutschland. Wer selbst nach neuen Begegnungen sucht, findet in diesem kostenlosen Leitfaden konkrete Wege, über gemeinsames Spielen wieder ins Gespräch zu kommen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Dabei beschränkt sich das Miteinander keineswegs nur auf die digitale Ebene. Wie die Untersuchung darlegt, haben sich 30 Prozent der Spielenden schon einmal innerhalb eines Games für ein persönliches Treffen außerhalb des Spiels verabredet.

In der jüngeren Altersgruppe ist dieses Phänomen noch deutlich stärker verbreitet: Bei den 16- bis 24-jährigen Spielenden gaben 7 von 10 Befragten an, sich über ein Spiel zu einem realen Treffen verabredet zu haben.

Generationenbrücke und Instrument gegen Isolation

Neben der Pflege bereits bestehender sozialer Netzwerke schreiben die Nutzer dem Medium eine wichtige Rolle beim Knüpfen neuer Kontakte zu. Unter den Spielenden sind 76 Prozent der Ansicht, dass Games hilfreich dafür sind, damit einsame Menschen Gleichgesinnte kennenlernen. Entsprechend urteilen 73 Prozent, dass Videospiele Einsamkeit lindern und Gefühle der Isolation verringern können.

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Sieben von zehn jungen Spielenden haben sich schon über ein Game zu einem echten Treffen verabredet. Wenn Sie oder Ihre Familie jemanden kennen, der sich oft allein fühlt: Dieser Leitfaden zeigt, wie generationenübergreifendes Spielen aus virtuellen Kontakten reale Begegnungen macht. Checkliste für gemeinsames Spielen jetzt sichern

Zudem wird das Hobby von einer breiten Mehrheit als verbindendes Element über Altersstufen hinweg wahrgenommen: 81 Prozent der Spielenden bewerten Games als generationenverbindend. Die im Auftrag des game-Verbands erhobenen Daten unterstreichen damit, dass Videospiele im Alltag vieler Menschen nicht isolierend wirken, sondern gezielt als integratives Mittel für Kommunikation, Gemeinschaft und psychische Stabilität genutzt werden.

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