Vision Pro ab Oktober: M5-Chip und 120-Hz-Display für 3.200 Euro
20.06.2026 - 01:13:24 | boerse-global.de
Die neue Vision Pro mit M5-Chip und 120-Hertz-Display soll ab Oktober in elf Ländern ausgeliefert werden – zum stolzen Preis von rund 3.200 Euro.
M5-Chip bringt 50 Prozent mehr KI-Leistung
Die aktualisierte Version der Vision Pro, die Apple am 17. Juni vorstellte, setzt auf den hauseigenen M5-Prozessor. Der neue Chip bietet eine um 50 Prozent höhere KI-Leistung im Vergleich zum Vorgänger und bringt erstmals hardwarebeschleunigtes Raytracing auf die Plattform. Damit dürfte Apple vor allem professionelle Anwender und Entwickler ansprechen, die rechenintensive Anwendungen nutzen.
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Die Micro-OLED-Displays wurden ebenfalls verbessert: Statt wie bisher 100 Hertz unterstützen sie nun eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Die Pixelzahl stieg um zehn Prozent – die ursprünglichen Panels kamen bereits auf über 23 Millionen Pixel. Ein sichtbarer Fortschritt, der vor allem bei schnellen Bewegungen und Simulationen zum Tragen kommt.
Die Akkulaufzeit wuchs von zwei auf drei Stunden. Das ist immer noch knapp bemessen, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Die Basisversion mit 256 Gigabyte Speicher kostet 3.500 US-Dollar – umgerechnet rund 3.200 Euro. Der Verkaufsstart ist für den 22. Oktober 2026 geplant.
visionOS 27 im Herbst – exklusive KI-Funktionen für M5
Die Hardware-Offensive wird von einer Software-Offensive begleitet. Aktuell erscheint die Vision Pro mit visionOS 26, doch schon für den Herbst ist visionOS 27 angekündigt. Einige Funktionen bleiben allerdings dem M5-Modell vorbehalten: Dazu gehören die personalisierte Siri-Sprachsteuerung per KI und das fortschrittliche On-Device-Modell „AFM 3 Core Advanced". Besitzer der älteren M2-Version gehen hier leer aus.
Profi-Simulation: Fliegen und Rennen in neuer Qualität
Nur einen Tag nach der Hardware-Präsentation erweiterte Apple das Ökosystem um eine wichtige Nische: Seit dem 18. Juni stehen PC-VR-Streaming-Clients für die Flug- und Rennsimulationen X-Plane und iRacing zur Verfügung. Die hohe Display-Auflösung und die stereoskopische Tiefenwahrnehmung der Vision Pro sollen den lästigen Screen-Door-Effekt vermeiden – ein bekanntes Problem älterer VR-Brillen, bei dem das Pixelraster sichtbar wird. Für Simulations-Enthusiasten könnte das ein entscheidendes Argument sein.
Gesundheits-Patent: Herzmessung per Ultraschall
Apple denkt bereits über die reine Unterhaltung hinaus. Am 18. Juni wurde dem Unternehmen ein Patent mit dem Titel „Herzmessung mittels akustischer Techniken" erteilt. Die Technologie nutzt Ultraschallwellen, die über Lautsprecher in Kopfhörern oder Headsets ausgesendet werden, um die Herzaktivität über das Ohr zu messen.
Ob und wann diese Funktion in einer zukünftigen Vision Pro oder einer leichteren AR-Variante namens „Vision AR" Einzug hält, ist noch offen. Letztere soll sich auf Echtzeit-Kontexterkennung durch Apple Intelligence und Siri konzentrieren. Entwickler arbeiten allerdings noch an Lösungen für Datenschutz-Indikatoren und die gesellschaftliche Akzeptanz – eine durchaus berechtigte Sorge bei stets sichtbaren Kameras und Sensoren.
Konkurrenz schläft nicht: Snap bringt eigene AR-Brille
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Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz ebenfalls aktiv ist. Auf der AWE-Konferenz im Juni 2026 stellte Snap seine eigene AR-Brille vor: die Snap Specs.
Mit einem Preis von rund 2.195 US-Dollar (etwa 2.000 Euro) sind die Specs günstiger als die Vision Pro. Sie wiegen lediglich 132 bis 136 Gramm – ein deutlicher Unterschied zum schwereren Apple-Headset. Zwei Qualcomm-Snapdragon-Prozessoren sorgen für Rechenleistung, die Akkulaufzeit beträgt vier Stunden. Das Sichtfeld liegt bei 51 Grad.
Snap positioniert das Gerät allerdings vorerst als Entwickler- und Early-Adopter-Produkt für die USA, Großbritannien und Frankreich. Die Auslieferung ist ebenfalls für Herbst 2026 geplant. Der Wettlauf um die Zukunft der Datenbrille hat damit eine neue Runde eingeläutet.
