Vision Pro: Steam-VR-Streaming und Motion-Controller ab heute
27.06.2026 - 00:02:45 | boerse-global.de
Gleichzeitig verliert der Konzern einen Top-Ingenieur an OpenAI.
Steam VR auf der Apple Vision Pro: So funktioniert's
Seit heute können Besitzer der Vision Pro ihre Geräte mit der PC-Spielewelt verbinden. Neue Dokumentationen beschreiben detailliert, wie das Streaming-Tool ALVR (Air Light VR) Steam-VR-Inhalte von Windows-Rechnern auf das Apple-Headset überträgt. Die Verbindung läuft per WLAN und umgeht damit die begrenzte Spielebibliothek des Headsets.
Voraussetzung ist ein leistungsstarker Gaming-PC mit einer Grafikkarte, die moderne Encoding-Technologien unterstützt – etwa Nvidia NVENC, AMD AMF VCE oder Intel VPL. Die Einrichtung erfordert einen Client auf der Vision Pro sowie den ALVR-Launcher auf dem PC. Nutzer müssen TCP-Einstellungen konfigurieren und den virtuellen Raum vermessen. Wichtig: Die native Handverfolgung des Headsets bleibt erhalten, zusätzlich können Bluetooth-Controller gekoppelt werden. Wer Latenzprobleme vermeiden will, sollte Bitrate und Auflösung manuell anpassen.
visionOS 27 bringt echte Motion-Controller
Noch bedeutender ist ein weiterer Schritt: Mit der kommenden Version visionOS 27 führt Apple offiziell „Spatial Accessories“ ein. Das ermöglicht den Einsatz von Drittanbieter-Bewegungscontrollern und getrackten Geräten. Diese nutzen Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs) für präzises, latenzarmes Tracking – ein entscheidender Fortschritt für intensives VR-Gaming.
Apple hat eigenen Angaben zufolge mit DFRobot und MIKROE zusammengearbeitet, um Referenz-Tracker für dieses Ökosystem zu entwickeln. Damit löst sich das Unternehmen von der anfänglichen Beschränkung auf Augen- und Handsteuerung und nähert sich den Industriestandards an.
Bereits das aktuelle Update visionOS 26.4 bringt Foveated Streaming. Diese Technologie priorisiert die Bildqualität genau dort, wo der Nutzer hinschaut – das spart Bandbreite und Rechenleistung erheblich.
Während Apple seine Headsets immer weiter öffnet, kämpfen viele Nutzer noch mit den Grundlagen der Apple-Sprache. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe wie AirDrop oder iOS in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. In 10 Minuten die Apple-Sprache verstehen
Rennsimulation und Flugtraining: Neue Apps im Store
Auch professionelle Simulationen profitieren von der Öffnung. Seit dieser Woche sind dedizierte Streaming-Clients für X-Plane 12 und iRacing im visionOS App Store verfügbar. Beide nutzen das Foveated Streaming für hohe Bildqualität bei rasanten Bewegungen.
Die iRacing Connect-App geht noch einen Schritt weiter: Sie nutzt Apples ARKit, um physische Lenkräder und Renncockpits automatisch zu erkennen und in die virtuelle Umgebung einzublenden. Bei der Flugsimulation X-Plane können Piloten manuelle Durchsichtsbereiche definieren, um ihre realen Bedienelemente zu sehen. Allerdings: Beide Anwendungen setzen High-End-Hardware voraus – konkret Nvidias RTX-40er- und RTX-50er-Serien.
Personalwechsel: Top-Ingenieur verlässt Apple
Während die Vision Pro technisch aufrüstet, gibt es einen personellen Rückschlag. Paul Meade, Vice President im Vision Products Group und verantwortlich für die Hardware-Entwicklung des Headsets, verlässt das Unternehmen. Er wird noch diese Woche zu OpenAI wechseln, um dort im Hardware-Bereich zu arbeiten. Meade reiht sich damit in eine wachsende Liste von Apple-Managern ein, die in den vergangenen Monaten zu OpenAIs Hardware-Initiativen abgewandert sind.
Ob Vision Pro oder iPhone – wer seine Geräte nach Updates optimal absichern möchte, sollte die richtigen Einstellungen kennen. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät in seinem kostenlosen Ratgeber, welche Klicks für Ihren Datenschutz jetzt entscheidend sind. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für iOS herunterladen
Ausblick: iPhone 18 mit mehr RAM, neues MacBook Pro in Sicht
Über die unmittelbaren Headset-Neuheiten hinaus zeichnen sich Entwicklungen im gesamten Apple-Universum ab. Branchenbeobachter rechnen damit, dass das iPhone 18, das für das Frühjahr 2027 erwartet wird, den Arbeitsspeicher auf bis zu 12 Gigabyte aufstocken könnte – vor allem, um die KI-Funktionen von Apple Intelligence besser zu unterstützen.
Parallel dazu verdichten sich die Gerüchte um ein redesigntes MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und M5-Chips. Dieses könnte zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erscheinen.
