visionOS 27: Apple öffnet Vision Pro für externe Controller
Veröffentlicht: 19.07.2026 um 01:11 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Mit der Einführung von visionOS 27 im Juli 2026 unterstützt der Konzern erstmals offiziell Bewegungscontroller und sogenannte „Spatial Accessories" von Drittanbietern.
Bisher setzte das Vision Pro Headset ausschließlich auf Augen- und Handsteuerung. Diese Beschränkung fällt nun. Wie aus technischen Dokumentationen vom 17. und 18. Juli hervorgeht, können externe Hardwarehersteller künftig Präzisionseingabegeräte in das visionOS-Ökosystem integrieren.
Präzise Steuerung durch Infrarot und Sensoren
Das neue Software-Framework kombiniert Infrarot-LEDs mit Trägheitssensoren (IMUs). Das System erreicht Abtastraten von bis zu 120 Hertz – eine deutliche Steigerung gegenüber herkömmlichen Tracking-Lösungen.
Entwickler müssen ihre Tracking-Profile systemweit registrieren. Dadurch erkennen verschiedene Anwendungen die Controller automatisch. Branchenbeobachter sehen darin eine Abkehr von Apples bisheriger „Schauen und Kneifen"-Philosophie. Die neue Lösung eignet sich besonders für komplexe digitale Interaktionen, bei denen Präzision entscheidend ist.
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Industrie im Fokus: Training, Medizin, Design
Die Öffnung für physische Controller zielt vor allem auf Unternehmen. In Bereichen wie industrielle Ausbildung, medizinische Simulationen und professionelles Design sind haptisches Feedback und millimetergenaue Eingaben unverzichtbar.
Apple hat Partnerschaften mit DFRobot und MIKROE geschlossen. Die beiden Unternehmen liefern fertige Tracker und spezielle Entwicklungskits. Hardwarehersteller können damit „Spatial Accessories" entwickeln, die mit aktuellen und zukünftigen VisionOS-Geräten kompatibel sind.
Wettbewerb verschärft sich 2026
Der Markt für räumliches Computing ist in Bewegung. Mehrere High-End-Headsets kommen in diesem Jahr auf den Markt oder wurden detailliert angekündigt:
- Samsung Galaxy XR: rund 1.650 Euro
- Apple Vision Pro M5: voraussichtlich rund 3.400 Euro
- Bigscreen Beyond 2: etwa 935 Euro
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Auch im mittleren Preissegment tut sich etwas. Valve bestätigte die Markteinführung seines „Steam Frame"-Headsets für den Sommer 2026. Der Preis liegt zwischen 825 und 1.100 Euro. Das Gerät verfügt über zwei 2160x2160-Displays, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einen Snapdragon 8 Gen 3 Prozessor.
Für die Zukunft zeichnet sich weiteres Wachstum ab: Branchenforscher erwarten den Meta Quest 4 in der zweiten Jahreshälfte 2027. Der Markt für räumliches Computing dürfte sich damit langfristig verbreitern – und Apples Schritt in Richtung offener Hardware-Integration könnte sich als richtungsweisend erweisen.
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