Vitamin D in der Schwangerschaft: Höhere Dosierung stÀrkt GedÀchtnis
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 09:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Untersuchungen zur prĂ€natalen NĂ€hrstoffversorgung liefern regelmĂ€Ăig neue Anhaltspunkte fĂŒr die langfristige Entwicklung von Kindern. Im Fokus der Forschung steht dabei unter anderem die Supplementierung von Vitamin D wĂ€hrend der Schwangerschaft.
Eine im Mai 2026 vorgestellte Untersuchung der UniversitĂ€t Kopenhagen liefert in diesem Zusammenhang detaillierte Daten darĂŒber, wie sich unterschiedliche Dosierungen auf die kognitive LeistungsfĂ€higkeit des Nachwuchses auswirken können.
GedÀchtnisvorteile durch höhere Dosierung im Fokus
Die Studie der UniversitĂ€t Kopenhagen umfasste eine Gruppe von 498 Kindern im Alter von rund zehn Jahren. Im Zentrum der Analyse stand der Vergleich zweier unterschiedlicher Dosierungen, welche die MĂŒtter wĂ€hrend der Schwangerschaft eingenommen hatten. Eine Probandengruppe erhielt eine tĂ€gliche Dosis von 70 ”g Vitamin D, wĂ€hrend die Vergleichsgruppe lediglich 10 ”g pro Tag einnahm.
Die Auswertung der Testergebnisse zeigte signifikante Unterschiede in bestimmten kognitiven Bereichen. Demnach erzielten die Kinder der MĂŒtter, die 70 ”g Vitamin D pro Tag substituiert hatten, bessere Ergebnisse im verbalen sowie im visuellen GedĂ€chtnis als die Kinder der Vergleichsgruppe.
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Ein zunÀchst festgestellter Vorteil bei der kognitiven FlexibilitÀt erwies sich hingegen als nicht belastbar. Wie aus einem Bericht vom September 2026 hervorgeht, verschwand dieser spezifische Effekt, nachdem statistische Korrekturen an den Daten vorgenommen wurden.
Einordnung in bestehende ErnÀhrungsempfehlungen
Die in der dĂ€nischen Untersuchung verwendete höhere Dosierung bewegt sich innerhalb der geltenden Sicherheitsrahmen, weicht jedoch deutlich von den allgemeinen Empfehlungen fĂŒr die tĂ€gliche Zufuhr ab. In Deutschland gibt das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) einen Höchstwert fĂŒr die Aufnahme von Vitamin D von 100 ”g pro Tag an. Die in der Studie verabreichten 70 ”g liegen somit unter dieser gesundheitlichen Obergrenze.
DemgegenĂŒber stehen die Standardempfehlungen der Fachgesellschaften. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt Schwangere und Stillende derzeit eine Zufuhr von 20 ”g Vitamin D pro Tag.
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Die Ergebnisse der UniversitĂ€t Kopenhagen könnten somit die Diskussion darĂŒber beeinflussen, ob eine gezielte, höhere Supplementierung in der Schwangerschaft ĂŒber die bisherigen Mindestempfehlungen hinaus Vorteile fĂŒr die spĂ€tere kindliche Entwicklung bietet.
Die Studie verdeutlicht den Zusammenhang zwischen der mĂŒtterlichen NĂ€hrstoffversorgung und der kognitiven LeistungsfĂ€higkeit im Schulalter, unterstreicht jedoch auch die Notwendigkeit einer prĂ€zisen statistischen Einordnung von Teilergebnissen wie der kognitiven FlexibilitĂ€t.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Augsburger Allgemeine.
