VMware NSX-Firewall: Broadcom stellt Verkauf fĂĽr SmartNICs ein
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 07:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
VMware, mittlerweile Teil von Broadcom, hat den Verkauf seiner NSX Distributed Firewall für SmartNICs und DPUs eingestellt. Wie thenextgentechinsider.com berichtete, waren geringe Nachfrage und technische Hürden die Gründe für den Rückzug aus diesem Geschäftsfeld.
Bestätigung durch Broadcom-Management
Umesh Mahajan, Vice President und General Manager für Broadcom Application Networking & Security, bestätigte den Ausstieg aus dem SmartNIC-Firewall-Geschäft. Laut einem Bericht von mitavanid.ir erklärte der zuständige Broadcom-GM und VP für Application Networking & Security, VMware sei „aus diesem Bereich ausgestiegen". Kunden hätten zwar weiterhin Gespräche über die Technologie geführt, letztlich aber keine Käufe getätigt.
Technische HĂĽrden bei der Intel-Integration
Nach Angaben von thenextgentechinsider.com erreichte VMware zwar Kompatibilität der NSX Distributed Firewall mit SmartNICs von AMD und Nvidia. Die Integration mit Intel-Hardware erforderte hingegen intensive Mikrocode-Entwicklung, was den Aufwand für das Projekt offenbar zusätzlich erhöhte.
Im Juli 2025 wurde die Firewall-Engine auf DPUs in den offiziellen Release Notes zu NSX 4.2.3 als „deprecated" markiert – ein deutliches Signal für das nahende Ende dieses Produktzweigs.
Ursprung in Projekt Monterey
Der DPU-Ansatz von VMware geht auf das sogenannte Projekt Monterey zurück, das laut mitavanid.ir darauf abzielte, Virtualisierungs- und Sicherheitsfunktionen auf SmartNICs und DPUs von Intel und Nvidia auszulagern, um die zentrale CPU zu entlasten. Diese Vision prägte über Jahre die Hardware-Roadmap des Unternehmens im Bereich Netzwerkvirtualisierung.
VMware hat den Verkauf der NSX Distributed Firewall für SmartNICs und DPUs eingestellt — die Firewall-Engine auf DPUs ist in den Release Notes zu NSX 4.2.3 offiziell als deprecated markiert. Wer heute auf diese Funktion setzt, braucht einen klaren Migrationspfad. Der kostenlose Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Ihre DPU-Investition Richtung VMware Cloud Foundation überführen. Migrations-Leitfaden jetzt anfordern
Kein vollständiger Rückzug von Edge-Hardware
Ein VMware-Sprecher betonte gegenüber mitavanid.ir, dass das Unternehmen der Branche bei der Nutzung von DPU- und SmartNIC-Technologie voraus gewesen sei. Der Rückzug vom SmartNIC-Firewall-Geschäft sei demnach kein genereller Rückzug von der Virtualisierung auf Edge-Hardware.
Stattdessen verlagert VMware den Ansatz nun in das Ă–kosystem von VMware Cloud Foundation (VCF), wo die Distributed Services Engine (DSE) laut thenextgentechinsider.com weiterhin unterstĂĽtzt wird.
Neue Prioritäten: ConnectX-7 und Memory Tiering
Statt der eingestellten Firewall-Lösung arbeitet VMware nach Angaben von thenextgentechinsider.com an direkten Offloading-Fähigkeiten für Nvidias ConnectX-7-Karten. Parallel dazu verlagert Broadcom den Fokus laut mitavanid.ir stärker auf VMware Cloud Foundation insgesamt, etwa durch Funktionen wie Memory Tiering, bei dem inaktive Speicherseiten in kostengünstigere Speicherschichten verschoben werden.
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Der Schritt zeigt, dass VMware seine Hardware-Offloading-Strategie neu ausrichtet: Statt spezialisierter Sicherheitsfunktionen auf einzelnen SmartNICs setzt das Unternehmen künftig auf breiter angelegte Integration innerhalb seines Cloud-Foundation-Ökosystems, während einzelne Nischenprodukte wie die DPU-Firewall vom Markt genommen werden.
