Volksbank Dorsten warnt: GefÀlschte Briefe locken mit QR-Codes auf Phishing-Seiten
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 12:32 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Vereinte Volksbank Dorsten hat eine dringende Warnung vor betrĂŒgerischen Schreiben herausgegeben, die aktuell in Dorsten und Umgebung im Umlauf sind. Kriminelle versuchen ĂŒber den Postweg, EmpfĂ€nger mit manipulierten QR-Codes auf gefĂ€lschte Internetseiten zu locken. Diese Kombination aus Briefpost und digitalem Betrug, in der IT-Sicherheit als Quishing bezeichnet, zielt auf sensible Kontodaten ab.
GefÀlschte Schreiben mit offiziellem Erscheinungsbild
Die im Umlauf befindlichen Briefe wirken auf den ersten Blick vertrauenswĂŒrdig. Sie tragen Name, Anschrift und Logo der Vereinten Volksbank in Dorsten und Bottrop. Als Adressaten geraten vor allem Unternehmen, Gewerbetreibende und Vereine ins Visier der TĂ€ter. Unter dem Vorwand, dass eine BestĂ€tigung der Gewerbeanmeldung erforderlich sei, werden die EmpfĂ€nger aufgefordert, einen abgedruckten QR-Code mit dem Smartphone einzuscannen.
Als Unterzeichnerin der Dokumente wird Marija Kolak genannt, die PrÀsidentin des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Wie das Institut klarstellt, stammen die Briefe jedoch nicht von der Bank. Nach Angaben des Geldhauses handelt es sich nicht um ein rein lokales PhÀnomen; diese Vorgehensweise trete bundesweit vermehrt im Umfeld der Volksbanken und Raiffeisenbanken auf.
Hoher Druck und Abfrage vertraulicher Daten
Der abgebildete QR-Code leitet Nutzer direkt auf eine prÀparierte FÀlschung der Bankwebseite weiter. Wie das Beispiel eines betroffenen Augenoptikerbetriebs zeigt, nutzen die Angreifer unterschiedliche VorwÀnde.
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In jenem Fall ging ein Postschreiben mit dem Betreff ein, dass eine Aktualisierung der Zugangsdaten gemÀà Paragraf 10 des GeldwÀschegesetzes erforderlich sei. Das Schreiben enthielt die korrekte Firmenanschrift und bezog sich auf ein tatsÀchlich bestehendes Firmenkonto.
Auf den gefĂ€lschten Verifizierungsseiten versuchen die TĂ€ter, umfangreiche Zugangsdaten abzugreifen. Dazu gehören der VR-NetKey, die Online-Banking-PIN, die Telefonnummer sowie die PIN der Girocard. Um die Opfer zu unĂŒberlegten Handlungen zu bewegen, bauen die Kriminellen gezielt zeitlichen Druck auf, indem sie mit einer drohenden Sperrung des Firmenkontos drohen.
Empfohlene SicherheitsmaĂnahmen fĂŒr Kunden
Ralf Bröker, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Vereinten Volksbank, riet EmpfĂ€ngern der gefĂ€lschten Briefe eindringlich dazu, die Schreiben zu zerreiĂen und umgehend zu entsorgen. Das Geldinstitut betonte, dass Authentifikationsdaten grundsĂ€tzlich niemals auĂerhalb der offiziellen Online-Banking-Umgebung abgefragt werden.
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Die Volksbanken und Raiffeisenbanken raten Kunden generell dazu, Absenderangaben und die im QR-Code hinterlegten Internetadressen vor dem Ăffnen genau zu prĂŒfen. Im Zweifel sollten Betroffene direkt bei ihrem Kreditinstitut nachfragen oder fĂŒr vertrauliche Mitteilungen das geschĂŒtzte elektronische Postfach im Online-Banking nutzen.
FĂŒr ratsuchende Kunden hat die Vereinte Volksbank Dorsten unter der Telefonnummer 02362 2040 eine Anlaufstelle eingerichtet und verweist fĂŒr zusĂ€tzliche AufklĂ€rung auf das Informationsportal phishen-impossible.de.
