Rapide, Ausbreitung

Rapide Ausbreitung von Mpox in Afrika

20.09.2024 - 12:49:44

Von Mpox betroffen sind immer öfter kleine Kinder. Der Impfstoff ist fĂŒr sie aber nicht zugelassen.

Die Infektionskrankheit Mpox breitet sich in Afrika weiter aus. In diesem Jahr sind bis zum 8. September bereits gut 25.000 VerdachtsfÀlle gemeldet worden, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Insgesamt wurden 723 TodesfÀlle gemeldet. Vor wenigen Wochen lag die Zahl der VerdachtsfÀlle noch bei rund 18.000.

«Die Situation in Burundi eskaliert rapide, innerhalb von vier Wochen ist die Zahl der FĂ€lle um 40 Prozent gestiegen», sagte Paul Ngwakum vom UN-Kinderhilfswerk Unicef. Ein Drittel der Betroffenen sei unter fĂŒnf Jahren alt. 

Kleine Kinder sind nach Angaben der WHO besonders gefĂ€hrdet, weil die Krankheit Mpox (frĂŒher Affenpocken), lebensgefĂ€hrlich sein kann, wenn Betroffene bereits geschwĂ€cht sind, etwa durch MangelernĂ€hrung. Der Impfstoff des deutsch-dĂ€nischen Unternehmens Bavarian Nordic, der mit Hochdruck ausgeliefert wird, ist fĂŒr kleine Kinder nicht zugelassen. 

Mit Abstand die meisten VerdachtsfÀlle sind nach Angaben der WHO aus der Demokratischen Republik Kongo gemeldet worden, insgesamt fast 22.000 und 717 TodesfÀlle. Burundi liegt dahinter mit 1500 FÀllen und Nigeria mit fast 1000 FÀllen. Aus den beiden LÀndern wurden keine TodesfÀlle gemeldet. Weil mangels KapazitÀten kaum getestet wird, ist immer die Rede von VerdachtsfÀllen.

Die UN-Organisationen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Der deutlich sichtbare Hautausschlag fĂŒhre dazu, dass Menschen sich verstecken statt Ă€rztliche Hilfe zu suchen, sagte Ngwakum. FrĂŒher seien Mpox zudem fast immer bei Sexualkontakt ĂŒbertragen worden, ein Tabuthema in Afrika. Inzwischen verbreite sich das Virus aber ĂŒber normale Hautkontakte. 

@ dpa.de