Vulvovaginalkarzinom, Signatera

Vulvovaginalkarzinom: Signatera erkannte Rückfälle 117 Tage früher

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien zeigen frühe Rezidivhinweise und unterschiedliche Überlebensverläufe; Natera beteiligt sich zudem an einer neuen Phase-III-Studie.

Natera präsentiert Signatera-Daten zu Krebsmonitoring auf der ASTRO 2026
Ein steriles, modernes Labor mit hochwertiger medizinischer Diagnosetechnik in einer professionellen Forschungsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das US-Diagnostikunternehmen Natera hat auf der Jahrestagung der American Society for Radiation Oncology (ASTRO) 2026 erstmals Daten zu seinem MRD-Test Signatera präsentiert. Bei der erstmaligen Teilnahme des Unternehmens an der Fachtagung wurden vier eingereichte Abstracts für mündliche Vorträge ausgewählt.

Die vorgestellten Untersuchungen analysieren den Einsatz des zirkulierenden Tumor-DNA-Monitorings in verschiedenen radioonkologischen Behandlungsfeldern, darunter gastrointestinale und gynäkologische Tumorarten.

Ergebnisse bei Enddarm- und Analkarzinomen

Ein Schwerpunkt der präsentierten Daten lag auf Tumoren des unteren Gastrointestinaltrakts. In einer Real-World-Studie zu lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom, deren Daten aus Untersuchungen des Memorial Sloan Kettering Cancer Center stammen, wies der Test nach neoadjuvanter Behandlung eine Sensitivität von 100 Prozent für lokales Tumorwachstum oder Rezidive auf.

Die Spezifität lag bei 97 Prozent. Damit erkannte das Verfahren in der untersuchten Kohorte alle dokumentierten lokalen Rezidiv- und Progressionsfälle.

Beim Plattenepithelkarzinom des Anus zeigten sich deutliche Unterschiede im Verlauf nach einer definitiven Radiochemotherapie, abhängig vom Befund des Tests. Patienten, die nach der Therapie ein positives Testergebnis aufwiesen, wurden einer Hochrisikogruppe zugeordnet.

Bei ihnen lag das progressionsfreie Überleben nach 18 Monaten bei 8 Prozent, während das Gesamtüberleben nach 18 Monaten 73 Prozent erreichte. Demgegenüber erzielten Patienten mit einem negativen Testbefund nach der Radiochemotherapie ein progressionsfreies 18-Monats-Überleben von 97 Prozent.

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Die auf der ASTRO-Jahrestagung 2026 vorgestellten Daten zeigen, wie ctDNA-Monitoring den radiologischen Rezidivnachweis beim Vulvovaginalkarzinom um mediane 117 Tage vorziehen konnte — bei 100 Prozent Sensitivität in der untersuchten Kohorte. Wer diese Befunde in die eigene Nachsorge einordnen will, findet im kostenlosen Leitfaden den Verfahrensüberblick und ein Protokoll für Hochrisikopatienten. Jetzt kostenlosen Nachsorge-Leitfaden anfordern

Signifikante Differenzierung bei gynäkologischen Tumoren

Weitere Daten bezogen sich auf gynäkologische Malignome. Bei Patientinnen mit Vulvovaginalkarzinom differenzierte der Teststatus am Ende der Behandlung signifikant hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens. Ein positives Testergebnis ging dem radiologischen Nachweis eines Rezidivs mit einer Sensitivität von 100 Prozent voraus, wobei die mediane Vorlaufzeit 117 Tage betrug.

Beim Zervixkarzinom identifizierte ein positiver Teststatus zur Behandlungsmitte eine Patientin, bei der neun Monate später ein Rezidiv auftrat. Alle Patientinnen mit negativem Befund blieben im beobachteten Zeitraum krankheitsfrei.

Laut Minetta Liu, Chief Medical Officer bei Natera, stützen diese Ergebnisse die Einbindung des Monitorings in das klinische Instrumentarium, um Hochrisikopatienten frühzeitig zu erkennen und Patienten zu identifizieren, die unter reiner Überwachung voraussichtlich rezidivfrei bleiben.

Ausweitung der klinischen Studienprogramme

Neben den auf der Fachtagung präsentierten Datensätzen baut das Unternehmen seine wissenschaftliche Evidenzbasis weiter aus. Am 5. Oktober 2026 startete die randomisierte Phase-III-Studie AFT-70 NAVIGATE.

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Nach definitiver Radiochemotherapie beim Analkarzinom trennte der Teststatus zwei Verläufe deutlich: 8 Prozent progressionsfreies Überleben nach 18 Monaten bei positivem Befund gegenüber 97 Prozent bei negativem. Solche Konstellationen werfen die Frage auf, wie Sie Ihre Nachsorge bei Hochrisikopatienten strukturieren — der kostenlose Leitfaden fasst Studienlage und Einordnungsschritte zusammen. Studienlage und Nachsorge-Schritte jetzt sichern

Das Vorhaben wird von Alliance Foundation Trials in Zusammenarbeit mit Natera und Genentech durchgeführt. Die Studie untersucht eine durch minimale Resterkrankung (MRD) gesteuerte Behandlung bei frühem, Hormonrezeptor-positivem und HER2-negativem Brustkrebs mit intermediärem oder hohem Risiko.

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