Warnung, Verwechslung

Warnung vor Verwechslung: Erkältung oder Gesichtsnervenlähmung?

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Steigende Infektionszahlen fördern alternative Heilmethoden. Mediziner raten jedoch zur Vorsicht bei Gesichtslähmungen.

Akupressur und Kräuter bei Erkältung: Experten warnen vor Risiken
Nahaufnahme einer Person, die sanft einen Akupressurpunkt neben ihrem Nasenflügel drückt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Akupressur und pflanzliche Wirkstoffe rücken in den Fokus – doch Experten warnen vor gefährlichen Verwechslungen.

Das chinesische CDC meldet für Ende Juni/Anfang Juli 2026: Bei ambulanten Patienten entfielen 11,6 Prozent der Diagnosen auf Influenza, 9,6 Prozent auf COVID-19. Kein Wunder, dass viele nach sanften Methoden gegen verstopfte Nasen suchen.

Gezielte Punkte für freie Atemwege

Fachberichte aus dem Juli 2026 beschreiben den Dickdarmmeridian-Punkt Di 20 als besonders effektiv. Er liegt direkt neben den Nasenflügeln. Die Anwendung: 30 Sekunden drücken, dreimal wiederholen.

Weitere Akupressurpunkte befinden sich zwischen den Augen und an den Fußreflexzonen – genauer: an den kleinen Zehen. Ergänzend empfehlen Osteopathen eine Technik: Daumen in die Augenhöhlen drücken, gleichzeitig die Zunge gegen den Gaumen pressen. Das soll die Nebenhöhlen mechanisch entlasten.

Menthol, Kampfer und Minze

Inhalationslösungen und Kräuter-Inhalatoren setzen auf eine Kombination aus Menthol, Kampfer und Eukalyptusöl. Die Wirkstoffe helfen nicht nur bei verstopfter Nase, sondern auch bei Müdigkeit oder leichtem Schwindel.

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Minze hat Potenzial: Menthol, Flavonoide und Rosmarinsäure wirken antioxidativ und entspannend. Ein signifikanter Nachweis zur Blutdrucksenkung fehlt allerdings. Empfohlen wird Tee aus fünf bis zehn frischen Blättern – übermäßige Dosierung vermeiden.

Gefährliche Verwechslungsgefahr

Hier wird es ernst: Mediziner warnen davor, neurologische Symptome mit einer Erkältung zu verwechseln. Dr. Hoang Duy Luan vom Bach-Mai-Krankenhaus berichtet von einer Zunahme peripherer Gesichtsnervenlähmung (Hirnnerv VII) bei Kindern und Erwachsenen.

Auslöser sind oft plötzliche Temperaturwechsel – etwa durch Klimaanlagen oder Whirlpools. Die Symptome: ein asymmetrischer Mund oder die Unfähigkeit, ein Auge zu schließen. Angehörige deuten das fälschlich als Erkältungszeichen.

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Eigenmächtige Massagen oder Kratzen können die Nervenschädigung verschlimmern und Langzeitfolgen begünstigen. Professionelle Behandlungen umfassen Elektroakupunktur, Moxibustion (Wärmetherapie) sowie medizinische Massagen und Schröpfen.

Die Präventionsempfehlung: Klimaanlagen auf 25 bis 28 Grad Celsius einstellen, regelmäßig lüften und Geräte sauber halten – Schimmelbildung vermeiden. Bei unklaren Symptomen gilt: ab zum Arzt.

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